24.09.2026 - Hamburg - News Nr.: 43319
NATO-Übung "Red Storm Charlie" beginnt in Hamburg: Hunderte Soldaten beteiligt
Übung vom 24. bis 26. September - Szenarien umfassen Stromausfall, Chemieunfall und Drohnenabwehr - Schwerpunkt Hamburger Stadtgebiet und Hafen

© NEWS5 / Sebastian Peters


Am Donnerstag (24.09.2026) beginnt in Hamburg die umfassende Bundeswehr-Übung „Red Storm Charlie“, die bis zum 26. September andauern wird. Organisiert vom Landeskommando Hamburg, zielt die Übung darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen militärischen und zivilen Akteuren in Krisensituationen zu trainieren.

An der Übung nehmen rund 500 Soldatinnen und Soldaten sowie etwa 60 zivile Organisationen teil. Die Szenarien, die dabei geübt werden, sind vielfältig und umfassen unter anderem die Bewältigung eines großflächigen Stromausfalls, die Reaktion auf einen Chemieunfall und die Abwehr von Drohnen. Auch die Versorgung einer großen Anzahl von Verletzten gehört zu den geplanten Übungen.

Ein wesentlicher Teil der Übung findet im Hamburger Stadtgebiet statt, wobei der Hafen als zentrale Logistikdrehscheibe eine besondere Rolle spielt. Geplant sind unter anderem Hubschrauberflüge und militärische Fahrzeugkolonnen, die in einigen Teilen der Stadt für sichtbare Präsenz sorgen werden.

Die Übung zielt darauf ab, die Reaktionsfähigkeit und Koordination zwischen Bundeswehr, zivilen Behörden und Hilfsorganisationen zu verbessern. Insbesondere die Einbindung von Einrichtungen wie Krankenhäusern und Rettungsdiensten steht dabei im Fokus.

Parallel zur Übung sind in Hamburg Protestaktionen angekündigt worden. Verschiedene Organisationen kritisieren die Einbindung ziviler Infrastruktur und die damit verbundene Normalisierung militärischer Präsenz im Alltag. Die Proteste sollen mit Demonstrationen und weiteren Aktionen auf die Straße gebracht werden.

Die Bundeswehr betont die Wichtigkeit solcher Übungen, um im Ernstfall schnell und effektiv handeln zu können. Während „Red Storm Charlie“ für die Teilnehmer eine wichtige Trainingsmöglichkeit darstellt, bleibt die Übung in der Bevölkerung umstritten.


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