Nach dem Fund eines etwa sieben Meter langen toten Buckelwals im Greifswalder Bodden soll eine Obduktion nun die Todesursache klären. Der Kadaver wurde am Donnerstagabend zur Insel Dänholm bei Stralsund geschleppt.
Dort soll der Wal am Freitag (14.08.2026) an Land geborgen und anschließend mit einem Lkw auf das Gelände der Außenstelle des Deutschen Meeresmuseums transportiert werden. Experten wollen den Meeressäuger dort genauer untersuchen.
Der tote Wal war am Donnerstagmorgen nahe der Fahrrinne vor der Südspitze Rügens entdeckt worden. Gegen 08:16 Uhr wurde die Wasserschutzpolizei über das Tier informiert. Eine Expertin des Deutschen Meeresmuseums bestätigte anschließend, dass es sich um einen Buckelwal handelt.
Neben der Todesursache beschäftigt die Experten auch eine weitere Frage: Auf dem Rücken des Tieres waren auffällige, großflächige Hautverfärbungen zu sehen. Im Rahmen der Obduktion soll untersucht werden, was dahintersteckt. Möglicherweise könnten die Untersuchungen auch Hinweise darauf liefern, ob die Veränderungen mit dem Tod des Tieres zusammenhängen.
In den vergangenen Tagen waren mehrfach Wale in der Ostsee vor der deutschen und polnischen Küste gesichtet worden. Ob es sich bei dem nun tot aufgefundenen Buckelwal um dasselbe Tier handelt, ist bislang nicht geklärt.
Für die Region ist der Fund außergewöhnlich. Buckelwale halten sich normalerweise in größeren Meeresgebieten auf und verirren sich nur selten in die vergleichsweise flache und abgeschlossene Ostsee. Die Ergebnisse der Obduktion sollen nun weitere Erkenntnisse über das Schicksal des Tieres liefern.
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