24.07.2026 - Ansbach - News Nr.: 42683
Zehn Jahre nach Ansbach-Anschlag: AfD-Veranstaltung und Gegendemo sorgen für Sperrungen
Täter starb, 15 Menschen verletzt - Gilt als erster islamistischer Terroranschlag in Deutschland

© NEWS5 / Kevin Weddig

Zehn Jahre nach dem islamistischen Sprengstoffanschlag nahe dem Musikfestival „Ansbach Open“ steht die Ansbacher Innenstadt am Freitag (24.07.2026) im Zeichen mehrerer politischer Kundgebungen. Anlass ist der Jahrestag des Attentats vom 24. Juli 2016, bei dem der Täter sich selbst in die Luft sprengte und 15 Menschen verletzte.

Die AfD veranstaltet am Martin-Luther-Platz eine Kundgebung. Nur wenige hundert Meter entfernt ruft das Bündnis für Demokratie, Menschenwürde und Zusammenhalt zu einem „Markt der Demokratie“ mit Infoständen und einer Kundgebung auf. Die Veranstalter wollen damit nicht nur an die Opfer des Anschlags erinnern, sondern zugleich ein Zeichen für Demokratie, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen.

Wegen der Veranstaltungen kommt es zu umfangreichen Sperrungen im Bereich der Ansbacher Innenstadt. Betroffen sind unter anderem der Martin-Luther-Platz, der Johann-Sebastian-Bach-Platz sowie angrenzende Straßen und Plätze. Die Polizei begleitet die Versammlungen mit einem größeren Aufgebot, um einen störungsfreien Ablauf zu gewährleisten und die verschiedenen Lager voneinander zu trennen. Verkehrsteilnehmer müssen im Tagesverlauf mit erheblichen Einschränkungen rechnen.

Der islamistische Anschlag auf das Ansbach Open jährt sich heute zum zehnten Mal. Der Täter hatte sich damals vor dem Festivalgelände mit einem Sprengsatz in die Luft gesprengt. Das Attentat gilt als der erste islamistisch motivierte Selbstmordanschlag in Deutschland.


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