Die Gleichstellungsbehörde der Stadt Erlangen hat im Vorfeld der diesjährigen Bergkirchweih eine umstrittene Empfehlung an die Festwirte herausgegeben. In einem Schreiben wurden die Verantwortlichen gebeten, auf das Abspielen von zwölf bestimmten Partyschlagern in den Festzelten zu verzichten. Auf dieser Liste befinden sich bekannte Lieder wie "Layla", "Geh mal Bier hol'n" von Mickie Krause und auch der Kult-Hit "Skandal im Sperrbezirk" der Spider Murphy Gang. Die Behörde begründet diesen Schritt damit, dass die jeweiligen Liedtexte als sexistisch, frauenfeindlich oder gruppenbezogen menschenfeindlich eingestuft werden. Obwohl die Stadtverwaltung ausdrücklich betont, dass es sich lediglich um eine Orientierungshilfe und nicht um ein rechtlich bindendes Verbot handelt, sorgt das Vorgehen für viel Aufsehen. Betroffene Künstler und deren Manager zeigen sich fassungslos über die Empfehlung und werfen der Stadtverwaltung eine mangelnde Kommunikationsbereitschaft vor. Der Manager der Spider Murphy Gang bezeichnete es gegenüber eines Medienberichtes der BILD als absolut unverständlich, dass ein jahrzehntealter Klassiker ohne vorherige Rücksprache auf solch einer Liste landet. Es regt sich Widerstand gegen die sogenannte schwarze Liste, die von einigen Kritikern als Zensur durch die Hintertür bezeichnet wird.
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