02.05.2026 - Deutschland - News Nr.: 41753
Nach der Freilassung von Hope: Umweltminister Backhaus zeigt sich erleichtert und glücklich - aber äußert auch Kritik
Einsatz als "historischer Erfolg für den Tierschutz in Deutschland" - Kritik aufgrund unabgesprochener Methoden der Rettungsinitiative - Backhaus zieht Errichtung eines Mahnmals auf Poel in Betracht

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Umweltminister Till Backhaus hat sich nach der erfolgreichen Befreiung des Buckelwals am Samstag (02.05.2026) überaus erleichtert und glücklich gezeigt. In einem Interview sprach er von einem erhebenden Gefühl, da das Tier die Rettungsbarge völlig selbstständig verlassen konnte. Er wertete den Einsatz als historischen Erfolg für den Tierschutz in Deutschland, der durch unbürokratische Entscheidungen ermöglicht wurde. Um künftig besser auf solche Ausnahmesituationen vorbereitet zu sein, plant der Minister die Schaffung einer speziellen Organisationseinheit beim Havariekommando. Trotz des positiven Ausgangs übte Backhaus deutliche Kritik an einigen nicht abgesprochenen Methoden der beteiligten Rettungsinitiative. So betonte er, dass ein umstrittenes Ziehen des Wals an der Flosse seitens seines Ministeriums niemals geduldet worden wäre. Zudem zeigte er sich verärgert darüber, dass fest zugesagte Tracker-Daten zur weiteren Beobachtung des geschwächten Tieres bisher nicht übermittelt wurden. Scharf verurteilte der Minister außerdem die teils massiven Anfeindungen und Morddrohungen gegen Wissenschaftler und Behördenmitarbeiter in den sozialen Netzwerken. Der Fall habe deutlich gezeigt, wie stark ein in Not geratenes Wildtier die Menschen emotionalisieren könne. Als dauerhaftes Zeichen für Menschlichkeit und Verantwortung zieht Backhaus weiterhin die Errichtung eines Mahnmals auf der Insel Poel in Betracht.

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