Vor der Insel Poel sitzt ein gestrandeter Buckelwal weiterhin fest. Die bisherigen Rettungsmaßnahmen wurden eingestellt, das Tier befindet sich weiterhin in kritischer Lage.
Unterdessen fordert Walter Gunz, Mitgründer von MediaMarkt, einen neuen Rettungsversuch. Unsere Redaktion führte dazu ein Interview mit dem Unternehmer.
Gunz erklärte, er wolle die Kosten für eine mögliche Rettung übernehmen: „Ich würde selbstverständlich die Kosten tragen, wenn es eine Chance gibt, dem Tier zu helfen.“ Aus seiner Sicht sei zu früh aufgegeben worden. „Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen“, so Gunz.
Kritisch sieht er die bisherigen Entscheidungen: „Ich kann nicht verstehen, warum man nicht von Anfang an mehr versucht hat.“ Der Unternehmer betont jedoch auch, dass das Tier nicht zusätzlich leiden dürfe. „Natürlich will niemand den Wal quälen, aber wenn man ihm ohne zusätzliche Belastung noch eine Chance geben kann, sollte man es versuchen.“
Nach seinen Angaben wurde ein erneuter Rettungsversuch bereits geprüft, jedoch zunächst abgelehnt. „Wir haben versucht, eine Genehmigung zu bekommen, das ist leider abgelehnt worden“, sagte Gunz. Derzeit werde auf juristischem Weg versucht, doch noch eine Möglichkeit zu schaffen.
Als mögliche Maßnahmen nennt er unter anderem technische Lösungen zur Erhöhung des Wasserstands oder weitere Unterstützung vor Ort. „Wenn man nichts tut, ist klar, dass er stirbt. Wenn man etwas versucht, besteht zumindest eine Chance“, so der Unternehmer.
Ob es zu weiteren Rettungsversuchen kommt, ist derzeit unklar. Experten beobachten die Lage weiterhin.
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