Am Donnerstag (05.03.2026) haben Schülerinnen und Schüler in vielen deutschen Städten gegen eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht demonstriert. Unter dem Motto „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ fanden Kundgebungen unter anderem in München, Nürnberg, Leipzig, Essen oder Bonn statt. Auch in Ansbach war eine Veranstaltung geplant. Hier kamen aber lediglich rund 20 Personen zusammen. Etwa zehnmal so viele waren es in Regensburg. Hier kamen rund 200 Schülerinnen und Schüler zusammen.
Die Proteste richten sich gegen das neue Wehrdienstmodell der Bundesregierung. Seit Anfang 2026 müssen junge Männer nach ihrem 18. Geburtstag einen Fragebogen zur Bereitschaft und gesundheitlichen Eignung für den Wehrdienst ausfüllen. Frauen können freiwillig teilnehmen. Der Wehrdienst bleibt zunächst freiwillig, allerdings ist eine sogenannte Bedarfswehrpflicht vorgesehen, falls sich nicht genügend Freiwillige melden.
Viele Jugendliche kritisieren, dass ihre Generation bei der Entscheidung kaum einbezogen wurde. Vertreter der Schülerorganisationen fordern mehr Mitsprache bei politischen Fragen, die ihre Zukunft betreffen.
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