In Hamburg läuft derzeit eine unangekündigte Übung mehrerer Hilfsorganisationen unter Beteiligung der sogenannten Medical Task Force. Die Bevölkerung wurde über Warn-Apps über ein erhöhtes Verkehrsaufkommen durch Fahrzeugkolonnen informiert.
Nach ersten Beobachtungen vor Ort sammeln sich Einsatzkräfte aktuell an zwei Bereitstellungsräumen im Stadtgebiet. Dort treffen zahlreiche Fahrzeuge von Rettungsdienst, Katastrophenschutz und weiteren Organisationen ein. Konvois mit Einsatzfahrzeugen sind im gesamten Stadtgebiet unterwegs.
Ein Teil der Übung findet unter anderem an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften im Stadtteil Bergedorf statt. Dort wurde eine Betreuungsstelle eingerichtet. Einsatzkräfte proben an diesem Standort die Versorgung und Betreuung von evakuierten Menschen.
Nach Angaben der Innenbehörde läuft die Übung im Zeitraum von etwa 5:00 bis 14:00 Uhr und umfasst rund 130 Teilnehmende. Trainiert werden unterschiedliche Einsatzszenarien und taktische Herausforderungen, um die zivile Resilienz bei großflächigen Schadenslagen zu stärken.
Teil der Übung ist auch eine unangekündigte Alarmierungsübung der Medical Task Force. Dabei soll die Reaktionsfähigkeit und Einsatzbereitschaft der Kräfte unter möglichst realistischen Bedingungen getestet werden. Neben der Verlegung von Einheiten mit zahlreichen Einsatzfahrzeugen wird auch der Aufbau und Betrieb einer Notunterkunft geübt. Beteiligt sind neben Vertreterinnen und Vertretern der Innenbehörde sowie des Bezirksamtes Bergedorf mehrere Hilfsorganisationen, darunter der Arbeiter-Samariter-Bund, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter-Unfall-Hilfe und der Malteser Hilfsdienst. Ziel der Übung ist es laut Innenbehörde, die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen weiter zu verbessern, um im Ernstfall eine schnelle und koordinierte Hilfeleistung sicherzustellen.
Für die Bevölkerung besteht nach aktuellem Stand kein Anlass zur Sorge. Allerdings kann es im Stadtgebiet zeitweise zu Verkehrsbehinderungen durch die Kolonnenfahrten kommen.
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