27.02.2026 - Burgebrach - News Nr.: 40984
Schock-Video aus Oberfranken: Jäger prügelt brutal auf wehrlosen Hund ein
Peta veröffentlicht Aufnahmen von Überwachungskamera - Tierrechtsorganisation stellt Strafanzeige gegen den Jäger - Tierschützer fordern Befreiung des Hundes

© NEWS5 / Ferdinand Merzbach

Redaktioneller Hinweis: Jäger und sämtliche Kennzeichen bitte pixeln!

Die Tierrechtsorganisation Peta hat mit der Veröffentlichung eines erschütternden Videos aus Burgebrach im Landkreis Bamberg für großes Aufsehen gesorgt. Die Aufnahmen zeigen mutmaßlich einen Jäger, der seinen Hund zunächst in den Kofferraum eines Fahrzeugs springen lässt. Unmittelbar danach schlägt der Mann mehrfach brutal mit einem Stock auf das wehrlose Tier ein. In dem Video ist das panische und schmerzhafte Winseln des Hundes deutlich zu hören. Peta hat nach dem Erhalt des Materials umgehend reagiert und sich an das zuständige Veterinäramt in Bamberg gewandt. Ziel dieses Schrittes ist es, das betroffene Tier schnellstmöglich vor weiteren Übergriffen zu schützen. Darüber hinaus hat die Organisation offiziell Strafanzeige gegen den Hundehalter erstattet. Die Tierschützer fordern nun eindringlich, den Hund sofort aus dieser Haltung zu befreien. "Seitens der Polizei werden Vernehmungen gemacht und ermittelt und wir teilen unsere Ergebnisse auch eng mit dem Landratsamt Bamberg", erklärt Christian Raithel, Pressesprecher des Polizeipräsidium Oberfranken. Peta verlangt von den Behörden zudem, ein konsequentes Tierhalteverbot gegen den verantwortlichen Mann zu verhängen. 

Der Vorfall ereignete sich auf dem Parkplatz der KFZ-Werkstatt "JD Kfz-Technik" in Burgebrach. Die Inhaber entdeckten zuvor den Hund, der freilaufend auf das Werkstattsgelände gestreunert war. "Für mich war es ein ganz lieber Hund. Er war weder aggressiv noch sonst irgendwas", erzählt Geschäftsführer Jan Jung. Mithilfe des Halsbandes konnten sie den Besitzer informieren, der den Hund eine halbe Stunde später abholte. Danach wurde ein Teilelieferant der Werkstatt Zeuge von dem gewalttätigen Vorfall gegen den Hund. "Wir waren erstmal sprachlos und wussten auch erstmal gar nicht, was wir überhaupt machen sollen", erklärt Jung weiter. Noch am selben Tag informierten die Inhaber das Veterinäramt des Landratsamtes Bamberg von dem Geschehen. Nachdem sie eine Weile lang nichts mehr von den zuständigen Sachbearbeitern hörten, wendete sich Jung mit dem Video an die Tierschutzorganisation Peta. "Da haben wir sofort eine Reaktion bekommen, mit einer netten Dame dann Kontakt gehabt, die uns da weitergeholfen hat". Ihre Hoffnung ist es, den Hund aus den Händen den Besitzers zu bekommen.

Das Veterinäramt Bamberg konnte auf Nachfrage noch keine Antwort zu dem Vorfall geben. "Aus Datenschutzrechtlichen Gründen kann zu einem konkreten Fall keine Auskunft gegeben werden. Das Landratsamt geht mit alles rechtlichen Möglichkeiten gegen Verstöße gegen das Tierschutzgesetz vor", schildert der Pressesprecher Frank Förtsch.

Wie die Polizei in einer Pressemitteilung mitteilte, wurden von den zuständigen Behörden umgehend Ermittlungen aufgenommen. Das Video entstand nach derzeitigen Erkenntnissen am 15. Januar 2026. In Abstimmung mit dem Veterinäramt wurde die Staatsanwaltschaft Bamberg eingebunden, die ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet hat. Der betroffene Hund wurde zwischenzeitlich vom bisherigen Halter freiwillig abgegeben und befindet sich nun in der Obhut einer neuen Familie. Die Ermittlungen zu den Hintergründen und zum genauen Ablauf des Geschehens dauern an.



Unsere Informationsquellen:

  • Reporter vor Ort
  • Pressestelle Polizei
  • Augenzeugenmaterial

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