In der S-Bahn-Station Bahnhof Hamburg-Diebsteich ist es am Montagabend (16.02.2026) im Bereich des Plöner Stiegs zu erheblichen Einschränkungen im Bahnverkehr gekommen. Infolgedessen kam es auf mehreren Linien der S-Bahn Hamburg zu deutlichen Verzögerungen. Nach aktuellen Informationen mussten insgesamt drei S-Bahnen geräumt werden, zwei davon standen auf freier Strecke. Die Feuerwehr Hamburg wurde aufgrund einer Betriebsstörung alarmiert, nachdem mehrere Züge teilweise im Bahnhof, aber auch außerhalb liegen geblieben waren. Wie Einsatzleiter Thorsten Schulz vor Ort mitteilte, war eine kleine Verschmorung an einem Stromabnehmer Auslöser des Vorfalls. Diese sei jedoch „nichts Dramatisches“ gewesen und von selbst wieder erloschen. Dennoch konnten die Züge ihre Fahrt nicht fortsetzen. Besonders herausfordernd seien die aktuellen Witterungsbedingungen und die niedrigen Temperaturen gewesen.
Ein Zug habe sich in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs befunden, ein weiterer stand ein Stück weiter entfernt auf der Strecke, wodurch sich die Evakuierung zeitlich verzögerte. Viele der Passagiere mussten teilweise mit den Einsatzkräften über 20 Minuten bei eisigen Temperaturen über die dunklen Gleise bis zur Bahnstation laufen.
Insgesamt wurden 115 Fahrgäste aus allen drei Zügen sicher zum Bahnhof Diebsteich geleitet. Neben zahlreichen Einsatzkräften waren vorsorglich auch ein leitender Notarzt sowie Rettungsdienstpersonal vor Ort. Verletzte oder medizinische Notfälle habe es jedoch glücklicherweise nicht gegeben. Laut Feuerwehr verhielten sich die Fahrgäste während der Evakuierung diszipliniert, sodass der Einsatz geordnet ablief.
Kritik gab es allerdings im Anschluss an der Informationslage und Organisation des Weitertransports. Ein betroffener Fahrgast schilderte die Situation: „Nach einer halben Stunde kommt der arme Polizist und sagt, dass er auch gar keine Info hat, dass alles katastrophal ist. Leute, das kann nicht sein. Ich will nach Hause. Die Leute wollen hier alle nach Hause.“
Wie lange die Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr andauern werden, war zunächst unklar. Die Hintergründe der technischen Störung werden derzeit weiter geprüft.
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