10.02.2026 - Erlangen - News Nr.: 40730
Verdi lähmt öffentlichen Dienst: Tausende Demonstranten fordern mehr Geld und weniger Stress
Verdi-Streik lähmt Erlangen - Forderungen nach mehr Lohn und Personal - Kitas, Müllabfuhr und Universitätsklinik im Ausfall

© NEWS5 / Lars Haubner

Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Erlangen sind am Dienstag (10.02.2026) in einen ganztägigen Warnstreik getreten. Betroffen sind unter anderem die Stadtverwaltung, Bauhöfe, Abfallwirtschaft, Kliniken sowie vereinzelt Kitas. Nach Gewerkschaftsangaben beteiligen sich rund mehrere Hundert Beschäftigte an einem Demonstrationszug durch die Innenstadt.​

Die Gewerkschaft Verdi reagiert mit der Aktion auf die bisher ergebnislosen Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen. Verdi fordert 8 Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 350 Euro pro Monat, zusätzlich 200 Euro mehr für Auszubildende sowie mehr freie Tage und bessere Arbeitsbedingungen. Viele Beschäftigte klagen über Personalmangel, hohe Arbeitsbelastung und zahlreiche Überstunden.

In Erlangen müssen Bürgerinnen und Bürger mit Einschränkungen bei städtischen Dienstleistungen rechnen, etwa längeren Wartezeiten in Ämtern, Ausfällen bei der Müllabfuhr sowie eingeschränktem Betrieb in Kitas und Kliniken. Eltern wurden gebeten, sich bei ihren Einrichtungen zu erkundigen, ob die Kinderbetreuung geöffnet bleibt. Die Warnstreiks sollen nach Gewerkschaftsangaben den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen, bevor die nächste Verhandlungsrunde Mitte Februar fortgesetzt wird.

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