01.02.2026 - Regensburg - News Nr.: 40606
Busverkehr komplett lahmgelegt: Bundesweiter ÖPNV Streik trifft auch Regensburg
Busfahrer enttäuscht über Arbeitgeber - „Auch das Personal muss weiterentwickelt werden, um den ÖPNV, wie es jeder fordert, auszubauen und besser zu machen“ - Ver.di setzt klares Zeichen gegen Bund und Länder: „Die Steuerpolitik macht weder der Busfahrer noch die Kommunen. Da müssen sich Bund und Länder endlich bewegen“ - Kompromissvorschläge von Arbeitgeber abgelegt - Nichts geht mehr im ÖPNV - Auftakt für weitere Streikaktionen - Friedenspflicht ist vorbei

© NEWS5 / Sebastian Pieknik

Kompletter Stillstand im ÖPNV am Montag (2.2.2026) auch in Regensburg in der Oberpfalz. In der laufenden Tarifrunde im kommunalen Nahverkehr ruft die Gewerkschaft verdi die Beschäftigten von Das Stadtwerk Regensburg Mobilität zum ganztägigen Warnstreik auf. Fahrgäste müssen sich auf erhebliche Einschränkungen im ÖPNV einstellen. „Leider liegt noch immer kein akzeptables Angebot der Arbeitgeber vor. Deshalb müssen wir den Druck erhöhen“, erklärte Alexander Gröbner, Geschäftsführer von ver.di Oberpfalz, und bat zugleich um Verständnis bei den Bürgerinnen und Bürgern. Der verantwortliche Streikleiter vor Ort, Jens Gotthardt, rechnet mit einer breiten Streikbeteiligung: Der Warnstreik sei der Auftakt weiterer Aktionen, die Enttäuschung in der Belegschaft groß. Andere Kommunen der Oberpfalz sind laut ver.di nicht betroffen, da dort unterschiedliche Tarifbindungen gelten. Hintergrund ist der Tarifvertrag Nahverkehr (TV-N), der in über 20 Unternehmen die Entgelte und Arbeitsbedingungen von rund 9.000 Beschäftigten regelt. Verdi fordert 668,75 Euro mehr Entgelt, eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit sowie eine Verlängerung der Mindestruhezeit auf elf Stunden. Damit sollen Lohnunterschiede ausgeglichen, Einstiegsgehälter im Fahrdienst an das Niveau anderer Bundesländer herangeführt und die hohe Belastung im Schichtbetrieb reduziert werden. Die Gewerkschaft kritisiert, dass Arbeitgeber Kompromissvorschläge aus dem Vorjahr abgelehnt hätten. Vor der zweiten Verhandlungsrunde am 13. Februar 2026 erwartet Verdi ein Entgegenkommen, andernfalls kündigt die Gewerkschaft eine Ausweitung der Streiks an.

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