Am Freitagmittag (03.04.2026) näherte sich der Umweltminister Mecklenburg-Vorpommerns erneut dem Buckelwal in der Bucht der Insel Poel. In einem exklusiven Interview, äußerte er sich erneut zur Situation des Meeressäugers. Zwischendrin rufte ein bekanntes Gesicht, was seit Tagen in den Medien präsent ist: Meeresbiologe und Walexperte Robert Marc Lehmann.
Till Backhaus wollte sich persönlich ein erneutes Bild von dem gestrandeten Buckelwal auf der Insel Poel machen. Mitten im Interview rief der bekannte Meeresbiologe Robert Marc Lehmann an, der vehement fordert, dem zwölf Tonnen schweren Tier das Maul zu öffnen, um nach verbliebenen Netzresten zu suchen. Backhaus wies diese Vorschläge, die unter anderem den Einsatz eines Wagenhebers vorsahen, jedoch skeptisch als bloße Ideensammlung zurück und pocht stattdessen auf ein wissenschaftlich fundiertes Konzept. Jeder aktive Eingriff an dem schwerkranken Wildtier sei extrem lebensgefährlich und erfordere zwingend ausgebildete Veterinärmediziner, da der Minister am Ende die volle Verantwortung trage. Zudem zeigten aktuelle Drohnenbilder keinerlei sichtbare Netzreste mehr im äußeren Maulbereich des ohnehin massiv gestressten Tieres. Internationale Experten stellen dem entkräfteten Meeressäuger, der bereits über 500 Kilometer durch die für ihn lebensfeindliche Ostsee geirrt ist, ohnehin eine äußerst schlechte Prognose aus. Dennoch betonte der sichtlich emotionale Minister, dass man das Tier nicht im Stich lasse, sondern es bis zum bitteren Ende begleiten und ihm die restliche Zeit so erträglich wie möglich machen wolle. Dafür hat die Feuerwehr eigens einen 253 Meter langen Schlauch verlegt, um die empfindliche Haut des Wals bei direkter Sonneneinstrahlung alle zwei bis drei Stunden vorsichtig mit Wasser zu benetzen. Diese behutsame Maßnahme soll die Qualen des Tieres lindern, ohne es durch laute Motorengeräusche von nahen Booten zusätzlich in Panik zu versetzen. Auch wenn Backhaus das Schicksal des Wals persönlich tief berührt, stellte er unmissverständlich klar, dass Ruhe derzeit das Allerwichtigste sei und man weitere Manipulationen an dem Patienten streng abwägen müsse.
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