01.02.2026 - Nürnberg - News Nr.: 40604
Verdi Warnstreik in ganz Deutschland: Straßenbahnen, U-Bahnen, Busse und der Verkehr stehen in Nürnberg still
Chaotische Szenen beim Notbetrieb der Busse - Autoverkehr ebenfalls massiv betroffen -Starker Berufsverkehr auf den Straßen - Taxifahrer profitieren von Streik - Pendler von Warnstreiks stark betroffen - Protestkationen und Kundgebung für den Vormittag geplant

© NEWS5 / David Oßwald

Bundesweit kommt es zu erheblichen Einschränkungen im ÖPNV. Grund dafür ist ein Warnstreik der Gewerkschaft Verdi. Ganztägig sollen die Angestellten ihre Arbeit niederlegen. Wie in vielen anderen Städten rollen auch in Nürnberg am Montagmorgen (02.02.2026) kaum Busse vom Betriebshof der VAG. U-Bahnen stehen still, der Straßenbahnverkehr ist eingestellt und Busse fahren nur im Notbetrieb. Die VAG hat bereits frühzeitig informiert, dass Busse jeweils zur vollen Stunde auf den Nightliner-Linien vom Hauptbahnhof starten. Immerhin ist der Zugverkehr vom Streik nicht betroffen. Bei den stündlichen Abfahrten der Busse am Hauptbahnhof herrschten teils chaotische Szenen. Menschen wissen nicht, wohin welche Busse fahren und versuchen den richtigen zu erwischen. Auch auf den Straßen ist viel Verkehr, weil Pendler teilweise auf das Auto umgestiegen sind.

Profitieren vom Streik werden Taxifahrer. Sirin Murad ist schon früh aufgestanden. "Natürlich stehen wir früh auf und versuchen in den frühen Stunden unseren Umsatz zu machen", sagte er am Taxistand am Hauptbahnhof in Nürnberg. Doch auch ein Taxi zu bekommen, ist nicht einfach. Nico ist mit seinem Arbeitskollegen auf dem Heimweg und bekommt kein Taxi. "Wir haben es vorhin mal in den Medien gehört, aber wir wussten nicht, dass es so ernst ist. Das ist wirklich nichts mehr fährt", erzählt er. Vermutlich bleibt den beiden nichts anderes übrig, als die 30 Minuten zu Fuß heimzulaufen.

Die Gewerkschaft plant unterdessen mehrere Protestaktionen sowie eine Kundgebung im Laufe des Montagvormittags.

Am frühen Morgen sind die Auswirkungen auch im Straßenverkehr zu spüren. Menschen die heute auf ihr Fahrzeug umgestiegen sind, stehen zum Teil in erheblichen Stau. Am Nürnberger Frankenschnellweg geht es extrem langsam voran. 

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