27.01.2026 - Würzburg - News Nr.: 40531
Warnstreik am Uniklinikum Würzburg: Gewerkschaft der Polizei und ver.di wollen Druck auf Arbeitgeber erhöhen
Rund 300 Streikende - Einschränkungen im Klinikbetrieb - Notfallversorgung sichergestellt - ver.di fordert 300 Euro oder mindestens sieben Prozent mehr Gehalt - Warnstreik auch am Mittwoch

© NEWS5 / Pascal Höfig

Am Dienstag (27.01.2026) hat am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) ein zweitägiger Warnstreik begonnen. Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten im Rahmen der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst der Länder dazu aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Da die Arbeitgeberseite bislang kein Angebot vorgelegt hat, soll der Druck vor der nächsten Verhandlungsrunde massiv erhöht werden. Für Patientinnen und Patienten bedeutet dies erhebliche Einschränkungen: Planbare Operationen und Behandlungen mussten verschoben werden und auch in den Ambulanzen ist mit längeren Wartezeiten zu rechnen.

Trotz des Ausstands ist die medizinische Sicherheit gewährleistet. Das Klinikum und die Gewerkschaft haben eine Notdienstvereinbarung getroffen, sodass die Notfallversorgung sowie unaufschiebbare Eingriffe jederzeit sichergestellt bleiben. Die Streikenden versammelten sich am Vormittag am Felix-Fechenbach-Haus zu einer zentralen Kundgebung, an der sich auch Beschäftigte anderer staatlicher Einrichtungen wie der Universität, Justizbehörden oder der Gewerkschaft der Polizei beteiligten. Insgesamt waren rund 300 Streikende vor Ort. Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent, mindestens jedoch 300 Euro mehr pro Monat, sowie bessere Bedingungen für Nachwuchskräfte. Der Warnstreik wird am morgigen Mittwoch fortgesetzt.


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