Redaktioneller Hinweis: Portraitbild von der verstorbenen 45-Jährigen bitte pixeln!
Nach einer tödlichen Messerattacke im Ingolstädter Nordwesten fand am Samstag (13.12.2025) um 16 Uhr auf dem Liebigplatz eine Mahnwache unter dem Motto „Femizide stoppen!“ statt. Anlass war die Messerattacke auf eine 45-jährige Frau vor einer Woche, die kurz nach der Tat im Krankenhaus starb. Gegen den Ex-Ehemann des Opfers wurde Haftbefehl erlassen; er gilt als dringend tatverdächtig.
Die Mahnwache wurde von der ehemaligen Bundestagsabgeordneten Eva Bulling-Schröter als Privatperson angemeldet. "Ich finde, so eine öffentliche Mahnwache ist wichtig, denn jeden Tag wird eine Frau in Deutschland umgebracht [...] Die Gesellschaft muss sensibilisiert werden", schildert die Veranstalterin im Interview. Der Femizid hat die gesamte Stadt, insbesondere die türkische Community, zutiefst erschüttert. Zahlreiche Personen legten in der Liebigstraße Blumen und Grabkerzen für die verstorbene 45-Jährige nieder. Insgesamt 210 Teilnehmer wurden bei der Mahnwache gezählt.
Lina Schwarzott, Besucherin der Mahnwache, fand deutliche Worte: "Mir geht es schlecht. Ich glaube, allen Leuten hier geht es heute schlecht. Ich glaube, den meisten Leuten hier wird es auch nicht nur heute schlecht gehen." Sie richtet außerdem scharfe Kritik gegenüber der Polizei und anderen behördlichen Institutionen, die ihrer Auffassung nach nicht genug unternommen haben. "Letztendlich ist hier eine Mutter von drei Kindern gestorben, wurde ermordet auf offener Straße von ihrem Expartner und es ist in der Verantwortung der Behörden, bei so etwas nicht wegzuschauen".
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