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Am Donnerstag (04.12.2025) begann vor dem Landgericht Weiden der Prozess um
den tödlichen Fall eines manipulierten Champagners, der 2022 bundesweit für
Aufsehen sorgte. Ein 46-jähriger Niederländer muss sich unter anderem wegen
fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und bandenmäßigen
Drogenhandels verantworten.
Der Mann soll Mitglied einer Gruppe gewesen sein, die flüssiges MDMA in
großen Mengen herstellte und zur Tarnung in Champagnerflaschen abfüllte, um es
im In- und Ausland zu verkaufen. Über Umwege gelangten mehrere dieser Flaschen
in den normalen Handel. Eine davon landete schließlich in einem Restaurant in
Weiden.
Dort trank am 13. Februar 2022 eine achtköpfige Freundesgruppe aus der
Flasche. Die Gäste brachen unmittelbar nach dem Probieren zusammen. Ein Mann
starb, sieben weitere erlitten teils lebensbedrohliche Vergiftungen. Laut
Staatsanwaltschaft war es für den Angeklagten vorhersehbar, dass die manipulierten
Flaschen in Umlauf geraten könnten. Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Weiden Matthias Bauer mitteilte: "Die Staatsanwaltschaft Weiden wirft dem 46-jährigen Angeklagten, bei dem es sich um einen niederländischen Staatsbürger handelt, das bandenmäßige Handeltreiben von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge sowie eine fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzungshandlungen in 7 tat einheitlichen Fällen vor."
Für den Prozess sind zunächst 21 Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil
könnte Anfang März 2026 fallen.
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