04.12.2025 - Weiden in der Oberpfalz - News Nr.: 39724
Hochgiftiges MDMA im Champanger: Nach tödlichem Vorfall beginnt nun der Prozess
Acht Menschen erlitten lebensgefährliche Vergiftungen, ein Mann starb – Champagnerflasche zum Schmuggeln mit flüssigem MDMA befüllt gewesen – 46-jähriger Niederländer muss sich vor Gericht verantworten

© NEWS5 / Stephan Fricke

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Am Donnerstag (04.12.2025) begann vor dem Landgericht Weiden der Prozess um den tödlichen Fall eines manipulierten Champagners, der 2022 bundesweit für Aufsehen sorgte. Ein 46-jähriger Niederländer muss sich unter anderem wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und bandenmäßigen Drogenhandels verantworten.
Der Mann soll Mitglied einer Gruppe gewesen sein, die flüssiges MDMA in großen Mengen herstellte und zur Tarnung in Champagnerflaschen abfüllte, um es im In- und Ausland zu verkaufen. Über Umwege gelangten mehrere dieser Flaschen in den normalen Handel. Eine davon landete schließlich in einem Restaurant in Weiden.
Dort trank am 13. Februar 2022 eine achtköpfige Freundesgruppe aus der Flasche. Die Gäste brachen unmittelbar nach dem Probieren zusammen. Ein Mann starb, sieben weitere erlitten teils lebensbedrohliche Vergiftungen. Laut Staatsanwaltschaft war es für den Angeklagten vorhersehbar, dass die manipulierten Flaschen in Umlauf geraten könnten. Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Weiden Matthias Bauer mitteilte: "Die Staatsanwaltschaft Weiden wirft dem 46-jährigen Angeklagten, bei dem es sich um einen niederländischen Staatsbürger handelt, das bandenmäßige Handeltreiben von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge sowie eine fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzungshandlungen in 7 tat einheitlichen Fällen vor."
Für den Prozess sind zunächst 21 Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil könnte Anfang März 2026 fallen.


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