Auf der A9 in Fahrtrichtung München kam es am Freitagabend (28.11.2025) gegen 19:10 Uhr zwischen Kinding und Denkendorf auf Höhe Gelbelsee zu einem schweren Verkehrsunfall mit insgesamt vier beteiligten Fahrzeugen und zahlreichen Verletzten.
Zunächst musste ein 18-jähriger Fürther auf dem linken Fahrstreifen verkehrsbedingt abbremsen. Ein nachfolgender 46-jähriger Mercedes-Fahrer aus Höchstadt a. d. Aisch erkannte die Situation zu spät und fuhr dem VW des jungen Mannes auf. Beide Fahrzeuge blieben auf der linken Spur stehen. Im vorderen Pkw saßen neben dem 18-Jährigen drei weitere Personen im Alter von 16, 18 und 18 Jahren.
Nur Sekunden später näherte sich ein 21-jähriger Mann aus Munster (Niedersachsen) mit seinem Audi der Unfallstelle. Der Fahrer versuchte auszuweichen, krachte jedoch dennoch in das stehende Fahrzeug am linken Fahrbahnrand. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Audi auf die mittlere Spur geschleudert und prallte dort heftig mit einem weißen Nissan einer 57-jährigen Frau aus dem Landkreis Bad Tölz zusammen, die gemeinsam mit ihrem 65-jährigen Ehemann unterwegs war. Beide Fahrzeuge schleuderten rund 100 Meter weit, bevor sie zum Stillstand kamen.
Im Audi befand sich auf dem Beifahrersitz eine 17-Jährige aus Bodenwerder (Niedersachsen). Der 21-jährige Audi-Fahrer wurde bei dem Unfall lebensbedrohlich verletzt und im Fahrzeug eingeklemmt. Die Feuerwehr musste schweres Gerät einsetzen, um ihn zu befreien. Auch seine 17-jährige Beifahrerin erlitt schwerste Verletzungen. Beide wurden mit zwei Rettungshubschraubern in Kliniken geflogen.
Das Ehepaar im Nissan blieb unverletzt. Die insgesamt fünf Insassen der beiden anderen Fahrzeuge – darunter die vier Fürther und der 46-jährige Mercedes-Fahrer – erlitten leichte Verletzungen und wurden mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht.
Die Unfallstelle erstreckte sich über ein großes Trümmerfeld. Besonders Audi und Mercedes wurden massiv deformiert. Kreisbrandrat Martin Lackner lobte ausdrücklich das schnelle und beherzte Eingreifen der Ersthelfer, die mehrere Verletzte bis zum Eintreffen der Rettungskräfte versorgt hatten.
Feuerwehren aus Kinding, Kipfenberg und Denkendorf waren mit 8 Fahrzeugen und 44 Kräften im Einsatz. Zusätzlich rückten sechs Rettungsfahrzeuge, zwei Rettungshubschrauber, Polizei, THW (mit drei Fahrzeugen und sieben Kräften) sowie die Autobahnmeisterei Greding an. Die A9 musste in Fahrtrichtung München von 19:15 Uhr bis etwa 00:30 Uhr vollständig gesperrt werden – es kam zu erheblichen Behinderungen und Stauungen sowohl auf der Autobahn selbst als auch auf den Ausweichrouten.
Der Gesamtschaden wird auf etwa 120.000 Euro geschätzt. Ein unfallanalytischer Gutachter wurde beauftragt, um den genauen Ablauf des Unfallgeschehens zu rekonstruieren.
Unsere Informationsquellen: