Knatternde Motoren, das Heulen historischer Sirenen und Feuerwehrleute in originalgetreuen, geschichtsträchtigen Uniformen. Das erzgebirgische Hohndorf bei Stollberg verwandelte sich am Samstag in ein lebendiges Freilichtmuseum der Rettungsgeschichte. Der zweite „Historiktag“ des Kreisfeuerwehrverbandes zog in Kombination mit dem traditionellen 29. Sächsisch-Thüringischen Feuerwehr-Oldtimertreffen zahlreiche technikbegeisterte Besucher und Familien an.
„Wir bilden hier heute rund 150 Jahre Feuerwehrgeschichte hautnah ab“, erklärte Mitorganisator Thomas Leichsenring vom Feuerwehrverein Hohndorf sichtlich stolz. Gemeinsam mit seinen Kameraden und dem Kreisfeuerwehrverband Erzgebirge e.V. hatte er das logistische Großereignis auf die Beine gestellt.
Insgesamt rund 70 historische Fahrzeuge und Technikexponate rollten im Erzgebirge an und ließen die Herzen von Oldtimer-Fans höherschlagen. Das absolute Highlight und zugleich das älteste Ausstellungsstück des Tages stammte aus dem Jahr 1794: Eine historische Handdruckspritze, die zwischen 1999 und 2002 in jahrelanger Detailarbeit umfangreich restauriert wurde. Bei spektakulären Schauvorführungen zeigten die Kameraden in historischer Montur, wie schweißtreibend die Brandbekämpfung im 18. und 19. Jahrhundert ohne Motorenkraft war.
Als ältestes motorisiertes Fahrzeug zog eine markante Feuerwehr-Drehleiter aus Glauchau die Blicke auf sich, die im Jahr 1938 erbaut wurde und trotz ihres stolzen Alters von fast 90 Jahren optisch wie technisch in Top-Zustand erstrahlte.
Auch von Verbandsseite zog man ein durchweg positives Fazit: „Wie wichtig ein solches Treffen für den Erhalt des historischen Erbes und den Austausch unter den Kameraden ist, zeigt die großartige Resonanz. Wir freuen uns riesig über die 70 Teilnehmer“, betonte Simon Glowa vom Kreisfeuerwehrverband Erzgebirge e.V.
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