Die Stadtverwaltung von Norderstedt hat sich mit sofortiger Wirkung von gendergerechter Sprache verabschiedet. Der Hauptausschuss stimmte bei knapper Mehrheit für den Antrag, künftig auf Gendersternchen, Binnen-I und Gender-Gap zu verzichten. Damit wird der 2021 unter der damaligen Oberbürgermeisterin eingeführte Leitfaden zur genderbewussten Sprache aufgehoben.
Vize-Fraktionschef Tobias Mährlein (FDP) argumentierte, Schulkinder würden in der Schule als Fehler angestrichen, was die Stadtverwaltung praktiziere. Das sei „nicht zielführend für den Lernerfolg“. Mit den Stimmen von CDU, FDP und AfD wurde der Antrag durchgesetzt; Grüne und SPD stimmten dagegen, WiN enthielt sich. Laut Oberbürgermeisterin Katrin Schmieder hatte die Verwaltung bereits weitgehend auf Sonderzeichen verzichtet, einzig in einer Broschüre zur Museumsausstellung waren noch entsprechende Formulierungen vorhanden.
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