Nach dem Fund eines toten Kindes in einem Waldstück bei Klein Upahl nahe
Güstrow hat die Obduktion Hinweise auf Gewalteinwirkung ergeben. Das teilte die
Staatsanwaltschaft Rostock am Donnerstagmorgen (16.10.2025) mit. Weitere Details nannte sie
aus ermittlungstaktischen Gründen nicht.
Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um
den seit Freitag vermissten achtjährigen Fabian aus Güstrow handelt. Eine
DNA-Analyse soll endgültige Gewissheit bringen. Die Ermittlungen wegen eines
möglichen Tötungsdelikts laufen – bislang gibt es keine Beschuldigten.
Laut einem Gastwirt stand Fabian zwischen 17 und 18 Uhr an der Bushaltestelle vor seinem Laden. Zu "100 % in den Bus eingestiegen", erzählt Ahmet Bilbaj, der Gastwirt. Zuvor soll Fabian noch an der Bushaltestelle mit anderen Kindern gespielt haben. Ahmet Bilbaj schilderte die Situation eindrücklich. Er habe auch mit dem Jungen gesprochen, da Fabian vor seinem Laden etwas zu wild mit dem Herbstlaub gespielt haben solle. "Ich habe gesagt: Lieber junger Mann, nicht so. Der war ganz lieb und nicht böse", erzählte Bilbaj. Wenig später kam ein Bus und die Bushaltestelle war leer. Am Abend sei dann eine Familie in seinen Laden gekommen, die ihren Sohn vermisste.
Es war Ahmet Bilbaj deutlich anzusehen, wie sehr ihn der Tod Fabians mitnahm und schockierte.
Bilder aus dem Waldstück bei Klein Upahl zeigen die Gegend, in der Fabians Leiche gefunden wurde. Nachdem die Polizei hier alles gründlich abgesucht hatte, ist das Gelände wieder freigegeben.
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