Am Mittwochabend (27.08.2025) gegen 17.45 Uhr kam es auf der A73 an der Anschlussstelle Schleusingen in Fahrtrichtung Eisfeld zu einem Brand eines Kleintransporters. Schon auf der Anfahrt war für die Feuerwehr eine große Rauchsäule weithin sichtbar.
Der Kleintransporter stand beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits in Vollbrand auf dem Standstreifen. In dem Fahrzeug war eine vierköpfige Familie mit zwei Kindern unterwegs. Sie bemerkte eine Rauchentwicklung und konnte rechtzeitig auf dem Standstreifen anhalten. Eine Person erlitt eine Rauchgasvergiftung und wurde mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.
Die Feuerwehren aus Eisfeld und Schleusingen löschten den Brand unter Atemschutz und mit Schaum. Während des Einsatzes waren beide Fahrtrichtungen der Autobahn für rund eine Stunde voll gesperrt. Es kam zu kilometerlangem Rückstau in beide Richtungen.
Doch damit war der Einsatz für die Feuerwehr nicht beendet. Gegen 19.30 Uhr setzte ein starkes Regenereignis an der Unfallstelle ein. Die Feuerwehr Schleusingen war noch vor Ort, als plötzlich ein lauter Schlag zu hören war: Ein Pkw der Marke Mercedes Maybach S-Klasse war bei extrem hoher Geschwindigkeit ins Schleudern geraten, nach rechts von der Fahrbahn abgekommen, eine Böschung hinaufgefahren und hatte sich anschließend viermal überschlagen. Das Fahrzeug kam auf dem Dach zum Liegen.
Zwei Insassen konnten schwer verletzt aus dem Wagen gerettet werden. Ob sie durch die erste Einsatzstelle abgelenkt waren, ist derzeit noch unklar. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Schleusingen eilten sofort zur Hilfe auf die Gegenfahrbahn und versorgten die Verletzten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Auch die Feuerwehr Eisfeld, die bereits vom ersten Einsatz wieder ins Gerätehaus eingerückt war, wurde erneut alarmiert.
Durch den Unfall entstand ein rund 150 Meter großes Trümmerfeld. Die Fahrbahn musste bis in den späten Abend voll gesperrt bleiben. Am Fahrzeug entstand Totalschaden, der Neuwert des Fahrzeuges liegt bei mindestens 170.000€.
Die beiden Schwerverletzten wurden in die Kliniken nach Suhl und Coburg gebracht.
Einsatzleiter Danilo Hedwig erklärte, dass die Feuerwehr immer wieder nach Starkregenereignissen auf der A73 zwischen Schleusingen und Coburg zu schweren Verkehrsunfällen gerufen wird: „Ob es am Fahrbahnbelag liegt oder an überhöhter Geschwindigkeit, ist unklar. Aber es ist sehr auffällig, dass nach Starkregen hier besonders häufig schwere Unfälle passieren.“
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