30.09.2019 - Schwabmünchen - News Nr.: 16500
Die ultimative Currywurstsoße: Das Augsburger Land kennt sie jetzt
Bayerisches Rotes Kreuz richtet Challenge mit bekannter Jury aus – Idee entstand in einer feucht-fröhlichen Runde mit Jumbo Schreiner und dem Kreisgeschäftsführer – Die sieben Teams der Endrunde geben Vollgas – „Keine hat geschmeckt, wie die Soße des Gegners“

© NEWS5 / Schmelzer

Sieben Teams, einige Stunden Zeit und ein außergewöhnliches Ergebnis, so ließe sich die Challenge, des Bayerischen Roten Kreuzes, wohl am schnellsten beschreiben. Doch was steckt eigentlich hinter den vielen Zutaten, Kochtöpfen und Teilnehmern, die sich im Hof der Schwabmünchner Grundschule im Landkreis Augsburg versammelten? Der Wettbewerb, mit prominenter Jury zu: „Augsburger Land sucht die ultimative Currywurstsoße“. Eine Idee, in einer feucht-fröhlichen Runde mit Jumbo Schreiner und dem Kreisgeschäftsführer Thomas Haugg, entstanden und dann mit gezielter Planung umgesetzt.

Bereits über Wochen bereiteten sich die Teams auf den Tag der Tage vor, denn jedes von ihnen wollte die beste Currywurstsoße präsentieren. Aus der Vielzahl der Anmeldungen gingen sieben Gruppen hervor, die ihre Kochkünste in der Challenge präsentieren konnten. Es wurde geschnippelt, gehackt, getuschelt, gerührt, aufgekocht, nachgewürzt und noch viel mehr, denn jeder der Teilnehmer wollte die Jury mit seiner persönlichen Kreation überzeugen und den ersten Platz gewinnen. Kein leichtes Unterfangen bei der unglaublichen Vielfalt, wie die Jury um Jumbo Schreiner mit Spike von Spikes Breaking Bread, Monika Pappelau, Christian Kruppe und einer Zuhörerin von Radio Schwaben, feststellen musste.

„Keine hat geschmeckt, wie die Soße des Gegners“, äußert sich Jumbo verblüfft. „Absolut, wir waren total überrascht vom Ergebnis“, beschreibt er seine Reaktion und die der anderen Jurymitglieder treffend. Die Teilnehmer haben nicht nur recherchiert oder ein typisches Berliner Currywurstsoßenrezept ausgegraben, wie die Preisrichter feststellen mussten, sondern haben selbst Ideen und Zutaten eingebracht. So fanden sich neben den typischen Bestandteilen von Chilli, Paprika und Curry auch Ananas, Schokolade, Erdnüsse und viele andere Dinge in den Kreationen. Am Schluss viel die Wahl schwer, denn nur drei der Teams konnten gewinnen. Nach ausführlicher Beratschlagung und Auszählung der Besucherwertungen stand der Sieger fest: Das Team „Tina Schüssler und Band“ durfte die Urkunde für den ersten Platz in Empfang nehmen. Zeitgleich erfuhren die Mitglieder aber auch, dass sie im nächsten Jahr, bei einer weiteren Challenge ihren Titel verteidigen dürfen.

Mit vollem Eifer bei der Challenge dabei und schlussendlich auf dem dritten Platz war das Team von niemALS aufgeben e.V. – ein Verein, welcher sich der Unterstützung der ALS-Forschung und ALS-Erkrankter gewidmet hat. Nina Königs, die erste Vorsitzende, war nicht nur stolz auf ihr Team, welches sich schlussendlich dem JRK Zusmarshausen geschlagen geben musste, sondern forderte Jurymitglied Spike gleich noch zur ALS-Pepper-Challenge heraus. Diese ist ähnlich der ALS Ice Bucket Challenger aufgezogen, jedoch um ein Vielfaches pikanter.

Es heißt, entweder eine Chili essen oder spenden. Für Spike hatten sich die Jungs und Mädels dann auch gleich noch die harte Variante mit der „Carolina Reaper“ ausgesucht. Diese zählt zu den schärfsten Chilis der Welt und hat einen Wert von 1,5 Millionen Scoville. Mit Unterstützung des Publikums, das von drei rückwärts zählt, überwindet sich Spike und beißt ein großes Stück der scharfen Frucht ab. Erstaunt berichtet er von der Süße des Geschmacks und der fehlenden Schärfe. Jedoch holt Spike diese einige Zeit später ein – Nicht nur die Stimme ist weg, sondern auch die Hände fangen das Zittern an. Schweiß tritt dem Food-Blogger auf die Stirn, er bekommt Schluckauf und schiebt sich ein trockenes Brot nach dem anderen hinein. Glücklicherweise ist Spike hart im nehmen und nach einigen Minuten kann er sogar wieder Scherze treiben.

Nina Königs jedoch, die versucht Jumbo Schreiner davon zu überzeugen, seine Nominierung von Spike gleich abzugelten, rechnet nicht damit, dass sie nur kurze Zeit später sich eine gelbe „Carolina Reaper“ mit ihm teilt. Hart im Nehmen ist hingegen Teamkoch Karl, der sich munter und mit einer eigenen Schote zu den beiden gesellt. Jumbo, cool wie immer, Nina sichtlich nervös und Karl absolut gelassen, starten in die ALS-Pepper-Challenge und vertilgen ihre Chilli komplett. Durch die Schärfe wird auch ihnen der Mund taub und das Sprechen fällt schwer. Ähnliches erleben ALS-Patienten auf der ganzen Welt, weshalb Nina auch auf die Idee mit der ALS-Pepper-Challenge kam. So gehemmt nominieren die Drei ihre Nachfolger, welche hoffentlich nicht nur eine Chilli essen, sondern auch Spenden.

Ein krönender Abschluss eines ereignissreichen Tages, nicht nur für die Organisatoren, die Teilnehmer und die Jury, sondern auch für die zahlreichen Besucher. Letztere konnten die Currywurstsoßen noch vor der Jury probieren und zeigten sich begeistert. „Ganz andere Geschmacksrichtungen, wie man es sonst kennt“, beschreibt ein Verkoster die Auswahl. „Ich hab bis jetzt auch noch keine Soße gehabt, wo ich sagen habe müssen, die hat man nicht essen können“. Ähnlich positiv sieht es auch Thomas Haugg, Kreisgeschäftsführer im Augsburger Land. „Es war mal was Neues, es war mal etwas Anderes und einfach so eine Challenge, wo man auch mal die Geschmacksnerven kitzeln kann“. Die Fortsetzung gibt es dann im nächsten Jahr, was die Teilnehmer, die Titelverteidiger und die Besucher dann erwartet, steht allerdings noch in den Sternen.


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