19.09.2019 - Karlskron - News Nr.: 16433
18-Jähriger mit schwerer Bauchverletzung aufgefunden: Großfahndung nach Tötungsdelikt
Vermeintliche Tatwaffe gefunden - Opfer ist bulgarischer Herkunft - junger Mann verstirbt im Krankenhaus - Täter auf der Flucht - Polizei bittet um Hinweise - Spurensicherung und Kriminalpolizei vor Ort - Hubschrauber und Diensthund bei Suche im Einsatz

© NEWS5 / Schmelzer

Aufregung am Donnerstagabend (19.09.2019) in Karlskron (Lkr. Neuburg-Schrobenhausen). Hier kam es zu einer Auseinandersetzung, bei der ein 18-Jähriger lebensgefährliche Verletzungen erlitt. An diesen verstarb der Mann gegen Mitternacht im Krankenhaus - die Ärzte konnten sein junges Leben nicht mehr retten. Währenddessen fahndete die Polizei mit Unterstützung eines Hubschraubers und eines Diensthundeführers nach einem oder mehreren mutmaßlichen Tätern. Die Kriminalpolizei geht von einer Gewalttat aus und bittet um sachdienliche Hinweise.

Gegen 20:45 Uhr informierte eine Passantin die Polizei über eine schwer verletzte Person in der Karlskroner Hauptstraße. Angerückte Beamte und der hinzugerufene Notarzt fanden dort einen jungen Mann vor, der stark, insbesondere aus dem Bauch, blutete. Das Opfer befand sich in einen lebensbedrohlichen Zustand. Eine Reanimation war vor der Einlieferung in ein Klinikum nötig. "Die Person ist dann leider nach 23:00 Uhr im Klinikum verstorben, an seinen schweren Verletzungen", teilte Polizeipressesprecherin Nadine Hofmann mit.

Die Kriminalpolizei Ingolstadt hat die Ermittlungen zu einem Gewaltdelikt aufgenommen. Sie führte neben der Spurensicherung auch Zeugenbefragungen durch. Umfangreiche Fahndungsmaßnahmen nach dem oder den Tätern blieben bislang ohne Erfolg. Zu den genauen Tatumständen, der Tatwaffe und zum Tathergang gibt es aktuell noch keine gesicherten Angaben von Seiten der Beamten. Ein Küchenmesser wurde in der Nähe des Auffindeort gefunden. Ob es sich hierbei um die Tatwaffe handelt ist noch nicht gesichert. 

Die Polizei spricht beabsichtigt über einen Auffindeort. Ob sich die Tat auch in der Hauptstraße abgespielt hat, ist Gegenstand der Ermittlungen. Der 18-Jährige lebte in der Nähe in einem Wohncontainer. Bei dem jungen Mann handelt es sich um einen bulgarischen Staatsbürger. Für die Befragungen der Familienangehörigen hat die Polizei einen Dolmetscher zur Hilfe angefordert. Die Ermittlungen laufen derzeit auf Hochtouren. Ein Obduktionsbericht steht noch aus, derzeit finden die Obduktion in München statt. "Dies ist einer dieser Fälle wo es uns schwer fällt Licht ins Dunkel zu bringen", sagt Hans-Peter Kammerer vom Polizeipräsidium Oberbayern-Nord. 


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