25.07.2019 - Neustadt an der Donau - News Nr.: 16009
Feuerwehrleute trainieren Waldbrandbekämpfung aus der Luft
Wasserbefüllung der Hubschrauber bei laufendem Betrieb sehr riskant - Flughelfer üben für den Ernstfall, wie er in Ostdeutschland jetzt eingetreten ist - Helikopter von Polizei und Bundeswehr verlangen auch bei Simulation höchste Konzentration - Feuerwehrleute können autark arbeiten und sind in der Lage in fast jedem Gelände die Löscharbeiten aufzunehmen

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Deutschland schwitzt und seit Tagen ununterbrochen. Ein Ende - aktuell nicht in Sicht. Was für den Menschen einfach nur eine Belastung ist, ist für die Natur eine große Gefahr. Seit mehreren Tagen kommt es überall in Deutschland zu Waldbränden mit unterschiedlichem Umfang. Die Feuerwehren sind teilweise im Dauereinsatz. Mit großer Aufmerksamkeit und Besorgnis beobachten Löscharbeiten auch zahlreiche Feuerwehrleute aus Bayern.

Sie sind Flughelfer, die für den Waldbrand-Fall ausgebildet wurden und wissen, was ihre Kameraden in anderen Bereichen gerade erleben. Regelmäßig trainieren die Freiwilligen Helfer den Einsatz am Limit. Wenn möglich, kommen dabei auch Hubschrauber der Polizei oder Bundeswehr zum Einsatz, um das Prozedere möglichst realitätsnah abzubilden.

So auch in Neustadt a.d. Donau (Lkr. Kelheim), wo einer von insgesamt 18 Standorten in Bayern mit Flughelfern sitzt. "Wir kommen oft an Orten zum Einsatz, wo keine Infrastruktur für Hubschrauberlandungen gegeben ist. Wir haben quasi alles dabei. Sprich Windhose, Planenmaterial zur Kennzeichnung oder auch Lampen", berichtet Marc Bucher. Er ist einer der Feuerwehrleute, die sich unter die lauten Rotoren der Hubschrauber stellen. "Der Umgang mit den Maschinen ist extrem wichtig. Jeder Maschinentyp ist unterschiedlich und es ist eine große Gefahr."

In der jüngeren Vergangenheit kamen die Spezialisten immer häufiger zum Zuge. "Die Wetterereignisse werden immer mehr zum Thema Waldbrand und gerade da sind wir wichtig", so Bucher. Zielgenau setzen die Maschinen an und befüllen ihre Wassertanks mit bis zu 900 Litern. Immer und immer wieder üben die Flughelfer den Anflug, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt. Denn keiner weiß, wann nicht auch in Bayern bei der aktuell vorherrschenden extremen Trockenheit die Wälder großflächig durchzünden und dann Männer und Frauen wie Marcel Bucher gefordert sind, um auch aus der Luft gegen die Flammen anzukämpfen.



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