10.03.2019 - Erharting - News Nr.: 15082
Zwei Sportwagen verunfallen auf der A94
Reifen platzt bei voller Fahrt an Porsche, der daraufhin in die Leitplanke knallt - Ford Mustang versucht auszuweichen und landet in Böschung - Feuerwehr muss beide Fahrer schwer verletzt befreien - Rettungshubschrauber landet auf der Autobahn - Polizei geht von hohen Geschwindigkeiten zur Unfallzeit aus

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Am Samstagabend (09.03.2019) fuhr ein 67-Jähriger mit seinem Porsche auf der A94 von Heldenstein in Richtung Passau.  Zwischen der Anschlussstelle Mühldorf-Nord und Töging (Lkr. Altötting) kam der Porsche vermutlich aufgrund eines Reifenschadens ins Schleudern und prallte in die Mittelleitplanke. Im weiteren Verlauf schleuderte und drehte sich das Fahrzeug noch fast 300 Meter über die Fahrbahn, ehe es quer über beide Spuren zum Stehen kam.

Ein nachfolgender 58-jähriger Mann aus der Schweiz, welcher mit seinem Ford Mustang ebenfalls in Richtung Passau unterwegs war, musste vermutlich dem herumwirbelnden Porsche ausweichen und geriet selbst ins Schleudern. Er kam mit seinem Fahrzeug von der Fahrbahn ab und an der Böschung zum Stehen. Beide Fahrer waren in ihren Fahrzeugen eingeklemmt und wurden durch die alarmierte Freiwillige Feuerwehr aus ihrem Fahrzeugen befreit. Der Porsche-Fahrer musste schwer verletzt ins Krankenhaus nach Altötting gebracht werden. Sein 50-jähriger Beifahrer konnte sich selbst aus dem Fahrzeug befreien. Er wurde ins Krankenhaus nach Mühldorf eingeliefert. 

Der Fahrer des Ford-Mustang erlitt so schwere Verletzungen, dass ein Hubschrauber in der Dunkelheit auf der Autobahn landen musste, um den Mann ins Klinikum nach Bogenhausen zu fliegen. An den beiden Fahrzeugen entstand insgesamt ein Schaden von 100.000 Euro. Es fuhren noch weitere Fahrzeuge über die umherfliegenden Teile sowohl auf der Fahrbahn in Richtung Passau, als auch auf der Gegenfahrbahn in Richtung München. 

Von der Staatsanwaltschaft Traunstein wurde zur Klärung der Unfallursache ein unfallanalytisches und technisches Gutachten in Auftrag gegeben. Ein Sachverständiger war an der Unfallstelle. Aufgrund des Spurenbildes und des Trümmerfeldes sowie der starken Beschädigungen an den Fahrzeugen wird davon ausgegangen, dass mit einer hohen Geschwindigkeit gefahren wurde.

Für die Dauer der Unfallaufnahme und Bergung der Fahrzeuge war die A94 in Richtung Passau für vier Stunden gesperrt. 


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