30.01.2019 - Haibach - News Nr.: 14851
Fall Mezgin N.: Anwohnerbefragungen sollen neue Hinweise bringen
Polizei geht in Grünmorsbach von Tür zu Tür – 30 Haushalte gilt es zu befragen – kleinste Details oder unwichtige Dinge können entscheidend sein – Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt – Beamte erhoffen sich nicht nur Hinweise zum Peugeot 206 und dem Vater, sondern auch zu Kleidung und dem bisher nicht auffindbaren Handy

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Die sterblichen Überreste der vermissten Mezgin N. fanden Spaziergänger bereits am 09.12.2018 im Bereich des Waldgebiets „Am Findberg“. Bereits seit Mai 2017 galt die damals 16-jährige Schülerin vermisst. Hauptverdächtiger in diesem Fall ist aktuell der Vater der Schülerin Hashem N., der Anfang Juni 2017 per Haftbefehlt gesucht wird.

Viele Faktoren in diesem Tötungsdelikt sind noch unklar, unter anderem, wie die Tat abgelaufen ist. Daher hat sich die Kriminalpolizei Aschaffenburg zu einer Anwohnerbefragung in Grünmorsbach entschieden. Am Mittwochnachmittag (30.01.2019) gegen 15 Uhr starteten die Beamten ihre Fragerunde bei 30 Haushalten. „Wir erhoffen uns, dass wir Hinweise bekommen aus der Bevölkerung. Irgendwelche Kleinigkeiten, irgendwelche Details, wo die Bevölkerung sagt, dass kann für eine Mordermittlung nicht wichtig sein“, erklärt Katrin Thamm von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Unterfranken.

Geplant war die Befragung bis 20 Uhr, jedoch ruhen die Beamten nicht eher, bevor nicht alle Personen befragt sind. „Im Mittelpunkt steht neben der Fahndung nach dem Haupttatverdächtigem, eben nach dem Vater des Mädchens, noch die Rekonstruktion der Tat. Deswegen müssen wir eben weiter die Puzzleteilchen hier in Grünmorsbach zusammenfassen und müssen uns auch darauf konzentrieren, wie ist die Tat abgelaufen und müssen schauen, dass wir insgesamt den Sachverhalt aufklären können“, so Thamm weiter.

In diesem Zusammenhang sind unter anderem Informationen zum Vater selbst, dessen Peugot 206, den Kleidungsstücken und dem bisher noch nicht aufgefundenen Mobiltelefon der Schülerin wichtig. Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat beitragen können, wurde eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt.



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