30.12.2018 - Kelheim - News Nr.: 14621
Flammen vernichten landwirtschaftliches Anwesen
Schutzkappen von Feuerwerkskörpern vor dem Brandobjekt (on Tape) – Gebäude glücklicherweise unbewohnt – Brandursache noch unklar – Kriminalpolizei hat Ermittlungen übernommen – Kameraden haben mit schlechter Wasserversorgung zu kämpfen – THW muss einsturzgefährdeten Giebel einreißen – Löscharbeiten dauern über Stunden an

© NEWS5 / Auer

Lichterloh schlugen die Flammen in den Nachthimmel, als die Kameraden gegen 23 Uhr am Sonntagabend (30.12.2018) zu einem landwirtschaftlichen Anwesen in Thaldorf (Lkr. Kelheim) ausrücken. Obwohl die Feuerwehr schnell vor Ort ist, steht das Anwesen beim Eintreffen in Vollbrand. Weitere Kräfte rücken nach, um die denkbar schlechte Wasserversorgung sicherzustellen. Warum der Brand ausbrach, ist noch unklar, jedoch fanden sich Schutzkappen von Feuerwerk in der Wiese vor dem Gebäude.

Sonntagabend 23:01 Uhr löste die Leitstelle Alarm für die Feuerwehren aus. In Thaldorf steht ein zweistöckiges Gebäude auf einem Bauernhof in Flammen. Glücklicherweise ist das in Vollbrand stehende Objekt unbewohnt, so dass keine gemeldeten Personen als vermisst gelten. Die Kameraden beginnen sofort mit den Löscharbeiten, jedoch gibt es Probleme mit dem Löschwasser. „Die Wasserversorgung an dieser Örtlichkeit ist denkbar schlecht“, erklärt Kreisbrandinspektor Karl-Heinz Rott. „Es wurden weitere Feuerwehren alarmiert, um die Wasserversorgung sicherzustellen“, so Rott weiter. Glücklicherweise reichen die Kräfte dann aus, um eine Brandbekämpfung durchzuführen.

Zu retten ist das landwirtschaftliche Anwesen allerdings nicht mehr, es brennt völlig aus. Mit massivem Einsatz schützen die Kameraden nebenstehende Gebäude vor den Flammen und können diese auch halten. Jedoch ist der Giebel des Brandobjekts einsturzgefährdet. „Um die Gefährdung der Einsatzkräfte auszuschließen, haben wir den Kran vom THW geholt, um den Giebel einzudrücken, um diese Gefährdung auszuschließen“, erklärt der Kreisbrandinspektor. Allerdings dauerten die Nachlöscharbeiten über Stunden an und eine Brandwache blieb bis zum Montagmorgen bestehen.

Warum der Brand ausbrach, ist nach derzeitigen Erkenntnissen noch unklar. Die Brandermittler der Kriminalpolizei nahmen am Montagvormittag die Ermittlungen hierzu auf. Jedoch befanden sich auf der Wiese vor dem landwirtschaftlichen Anwesen Schutzkappen, wie sie normalerweise auf Feuerwerkskörpern zu finden sind. Die Feuerwehr bittet wie jedes Jahr um einen vernünftigen Umgang mit dem Feuerwerk. „Das ist immer wieder der Fall, dass wir an Silvester zu solchen Bränden ausrücken, so Rott.



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