11.03.2018 - Nittendorf - News Nr.: 12877
Nach steilem Aufstieg: Abgerutscht und Fuß verknackst
Klettererin stolpert auf rutschigem Untergrund - Bergwacht wird per Hubschrauber eingeflogen - Verletzte aufwändig per Seilwinde gerettet (on tape) - Helfer warnen trotz Frühjahrstemperaturen aktuell aufgrund von Tauwetter vor Wanderungen auf abgelegenen Wegstrecken

© NEWS5 / Auer

Zum ersten Mal in diesem Jahr strahlte die Sonne bei Frühlingstemperaturen von 15 Grad vom Himmel. Die Labertalwand bei Schönhofen (Lkr. Regensburg) ist bei vielen Kletteren beliebt und weithin bekannt. Kein Wunder also, dass nach der langen Winterphase mit Schnee und Frost sich am Sonntag (11.03.2018) nun die ersten Sportler wieder an die Wand trauten. Doch für einen von ihnen endete der Ausflug äußerst schmerzhaft und letztendlich im Krankenhaus.

Zu zweit waren sie einen steilen Hang hinaufgeklettert. Oben auf dem morastigen Weg rutschte dann eine Klettererin weg und verdrehte sich den Fuß. Die Schmerzen müssen so massiv gewesen sein, dass an ein selbstständiges Fortbewegen nicht mehr zu denken war. Die Folge: ein großangelegter Rettungseinsatz mit Bergwachten aus zwei Landkreisen, der Höhenrettung der Berufsfeuerwehr Regensburg, einem Rettungshubschrauber sowie einigen Freiwilligen Feuerwehren. 

In dem unwegsamen Gelände war ein gefahrloses Herankommen für die Retter nahezu unmöglich. Daher wurde ein Helfer der Bergwacht kurzerhand mit dem Hubschrauber eingeflogen, von dem er sich zum Opfer hinabseilte. Nachdem ein Notarzt die Verletzungen der Gestürzten behandelt und die Schmerzen gelindert hatte, ging es auch für sie in luftige Höhen. Per Seilwinde wurde sie aus ihrer misslichen Lage befreit und ins Tal zu einem Sportplatz geflogen. Hier wartete bereits ein Rettungswagen, um die Verletzte in eine Klinik zu transportieren.

Die Bergwacht appelierte angesichts des schönen Wetters eindringlich an Natur- und Kletterfreunde, sich ausschließlich auf gekennzeichneten Wegen zu bewegen. Aufgrund des Tauwetters seien viele Felsen und Hänge derzeit extrem glitschig oder noch mit Wasser vollgesogen, sodass ein Betreten dieser sehr gefährlich sei.


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