08.08.2026 - Schkeuditz - News Nr.: 42849
Nach Sprengstoff-Fund: Bundespolizei richtet mobilen Drohnen-Wachposten am Flughafen Leipzig/Halle ein
Besucherplattform wird zum Wachposten - Modernes Radarsystem soll Drohnen frühzeitig erkennen - Jammer zur gezielten Störung unbekannter Flugobjekte

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Nach dem Fund einer bewaffneten Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle hat die Bundespolizei die Sicherheitsvorkehrungen vor Ort massiv verschärft. Die Beamtinnen und Beamten richteten dafür einen mobilen Drohnen-Wachposten auf dem Flughafengelände ein. Als vorübergehender Standort dient das alte Tower-Gebäude, das normalerweise als Aussichtsplattform für Besucher genutzt wird. Auf dem Dach wurde unter anderem ein modernes EchoShield-Radarsystem installiert, wie zuerst das Portal "Tag24" berichtete. Diese Spezialtechnik ermöglicht es den Einsatzkräften, anfliegende Drohnen bereits auf große Distanzen frühzeitig zu orten und deren Flugbahnen exakt zu verfolgen. Zudem stehen den Einheiten sogenannte Jammer zur Verfügung, um unbefugte Flugobjekte gezielt zu stören und im Notfall zur Landung zu zwingen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hatte den Einsatz des Spezialkommandos bereits auf einer Pressekonferenz am Mittwoch angekündigt. Der derzeit improvisierte Leitstand ist vor Ort mit einem Pavillon sowie umfangreicher Messtechnik ausgestattet. Ob die Station dauerhaft auf der Aussichtsterrasse verbleibt oder an einen anderen Ort auf dem Areal verlegt wird, steht aktuell noch nicht fest. Bis eine endgültige technische Lösung installiert ist, bleibt die beliebte Besucherplattform für den Publikumsverkehr vorerst komplett gesperrt.

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