Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Mai 2026 wieder unter die Marke von drei Millionen gesunken. Wie die Bundesagentur für Arbeit am Freitag in Nürnberg mitteilte, waren bundesweit rund 2,95 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum April entspricht dies einem Rückgang um 58.000 Personen. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 6,3 Prozent.
Trotz der leicht rückläufigen Zahlen sieht die Bundesagentur für Arbeit weiterhin keine nachhaltige Entspannung auf dem Arbeitsmarkt. Zwar habe die saisonale Frühjahrsbelebung zu einer Verbesserung geführt, diese falle jedoch deutlich schwächer aus als in früheren Jahren. Eine echte Trendwende sei derzeit nicht erkennbar.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegt die Zahl der Arbeitslosen weiterhin höher. Gegenüber Mai 2025 stieg die Arbeitslosigkeit bundesweit um rund 31.000 Personen. Auch die wirtschaftliche Unsicherheit belastet den Arbeitsmarkt weiterhin. Viele Unternehmen zeigen sich bei Neueinstellungen zurückhaltend, während gleichzeitig die Chancen für Arbeitslose, schnell wieder eine Beschäftigung zu finden, vergleichsweise gering bleiben.
Positiv entwickelte sich dagegen die Zahl der offenen Stellen. Bundesweit waren im Mai rund 643.000 Arbeitsstellen bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet. Das sind etwa 8.000 mehr als im Vormonat. Dennoch bewegt sich die Nachfrage nach Arbeitskräften weiterhin auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau.
Auch beim Bürgergeld zeigt sich ein leichter Rückgang. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten sank im Vergleich zum Vorjahr um rund 103.000 auf 3,83 Millionen Menschen. Gleichzeitig bleibt die Lage auf dem Ausbildungsmarkt angespannt. Rund 199.000 junge Menschen gelten aktuell noch als unversorgt, obwohl bundesweit etwa 382.000 Ausbildungsstellen gemeldet wurden. Häufig passen Bewerber und offene Stellen regional oder fachlich nicht zusammen.
Unsere Informationsquellen: