24.04.2026 - Insel Poel - News Nr.: 41670
Rettungsteam gibt Update zum gestrandeten Wal vor Poel
DLRG sichert Einsatz auf dem Wasser - Tierärzte versorgen Wal vor Ort - Großes Rettungssystem in Vorbereitung

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Am Freitagabend (24.04.2026) hat das Rettungsteam des vor der Insel Poel gestrandeten Buckelwals ein öffentliches Update zum aktuellen Stand der Arbeiten gegeben.

Nach Angaben von Einsatzleiter Oliver Bartelt ist die DLRG weiterhin eng in die Maßnahmen eingebunden. „Wir sind hier der Partner für die Rettung und stellen die Sicherheit für alle Beteiligten sicher“, erklärte Bartelt. Die Kräfte seien mit Booten, Rettungswagen und Personal vor Ort, um die Arbeiten abzusichern. „Wir sind hier die Retter der Retter“, so der Einsatzleiter. Die Zusammenarbeit mit der Initiative und den Fachleuten laufe „sehr, sehr gut“.

Auch Kritik an einem zu geringen Abstand zum Tier wies Bartelt zurück. „Wir dokumentieren, dass immer genug Abstand zum Wal eingehalten wird“, sagte er. Die eigentliche Expertise liege bei den Walexperten und Tierärzten, die die Maßnahmen koordinieren.

Tierärztin Kirsten Tönnies berichtete von aktuellen Untersuchungen und Behandlungen direkt am Tier. So sei unter anderem versucht worden, ein Blutbild zu erstellen. „Das war bei diesem Tier schwierig, wir mussten uns auf die Experten verlassen“, sagte sie. Zudem wurde dem Wal Flüssigkeit zugeführt, da er trotz der Lage im Wasser zunehmend austrocknet. „Er hat die erste Menge selbstständig geschluckt, bei der zweiten wollte er nicht mehr – das hat er uns klar gezeigt.“

Nach Einschätzung der Beteiligten zeigt der Wal weiterhin Lebenswillen. „Wir haben alle gesagt: Der will leben und deshalb wollen wir ihn da rausholen“, so Tönnies.

Für die geplante Rettung wird derzeit ein großes technisches System vorbereitet. Dabei handelt es sich um eine Art schwimmendes Becken, in das das Tier gebracht werden soll. „So ein komfortables System haben selbst erfahrene Experten noch nicht gesehen“, erklärte die Tierärztin. Allerdings verzögert sich die Bereitstellung der Anlage.

Weitere Informationen zum geplanten Vorgehen will das Team in den kommenden Tagen bekannt geben.

Unsere Informationsquellen:

  • Pressekonferenz am 24.04.2026

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