30.03.2026 - Nürnberg - News Nr.: 41389
Nach Einschüchterungsversuch in Buchhandlung durch "Team Menschenrechte": Sitzblockaden und Solidarität bei Demonstration
Menschen protestieren gegen Demo-Zug des "Team Menschenrechte" - Buchhandlung Jakob nach Einschüchterungsversuch im Fokus - Sitzblockaden entlang der Demonstrationsroute

© NEWS5 / David Oßwald

Vergangene Woche kam es in der Traditionsbuchhandlung Jakob in Nürnberg zu einem Einschüchterungsversuch des sogenannten "Team Menschenrechte". Eine Gruppierung, die aus der Querdenker-Bewegung entstanden ist und bis heute besteht. Die Gruppe steht zudem unter dem Einfluss von Rechtsextremen und wird vom Verfassungsschutz beobachtet. Regelmäßig demonstriert die Gruppierung in der Nürnberger Innenstadt. Die Buchhandlung hat deshalb ein Plakat ins Schaufenster gehängt, auf dem zu lesen ist: "Nazis raus" und weiter "Gegen Team Menschenrechte!".

Am vergangenen Dienstag (24.04.2026) sollen drei Personen dieser Gruppierung die Buchhandlung betreten und politische wie auch feministische Literatur fotografiert und abwertend kommentiert haben, so berichten es die Nürnberger Nachrichten. Darüber hinaus wollte die Gruppe, dass das Plakat entfernt wird. Die Buchhandlung empfand dieses Vorgehen als Einschüchterungsversuch. Das Plakat blieb aber weiterhin im Schaufenster hängen, zudem bekam die Buchhandlung viel Solidarität in den Sozialen Medien.

Bei der Montagsdemonstration des "Team Menschenrechte" stand daher die Buchhandlung im Fokus. Bereits vor dem Demonstrationszug versammelten sich Menschen vor der Buchhandlung und schützten diese. Die Polizei verhinderte ein direktes Aufeinandertreffen der Gruppen mit zahlreichen Einsatzkräften, als der Demonstrationszug des "Team Menschenrechte" die Buchhandlung passierte. Im weiteren Verlauf kam es durch die rund 200 Gegendemonstranten zu Sitzblockaden entlang der Demonstrationsroute. Die Demo des "Team Menschenrechte" mit rund 60 Teilnehmern musste durch die Polizei umgeleitet werden. Auch direkt vor der Buchhandlung entstand auf dem Rückweg eine Sitzblockade. Zu größeren Ausschreitungen kam es nicht. Dennoch prüft die Kriminalpolizei mögliche Verstöße im Zusammenhang mit dem Versammlungsgeschehen.

Unsere Informationsquellen:

  • Reporter vor Ort
  • Pressestelle Polizei

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