30.03.2026 - Wismar - News Nr.: 41388
Der Wal ist wieder auf Tour - der Buckelwal ist vor Wismar in Bewegung
Buckelwal schwimmt vor Wismar - Experten haben sich kurz vorher ein Bild über die Lage gemacht

© NEWS5 / Ferdinand Merzbach

Der Buckelwal, der seit mehreren Tagen vor der Küste von Wismar für Aufsehen sorgt, hat sich am Montagabend (30.03.2026) wieder deutlich bewegt und ist inzwischen von seiner zuvor schwierigen Lage befreit. Gegen 20:30 Uhr begann das Tier mit aktiven Schwimmbewegungen und bewegt sich seitdem immer wieder in unterschiedliche Richtungen in den Küstengewässern.

Zuvor hatte ein Team aus Wissenschaftlern des Deutschen Meeresmuseums, Greenpeace und Sea Shepherd mit einem Schlauchboot versucht, den Wal zur Bewegung zu motivieren. Mit Erfolg: „Die Ruhe, die wir dem Wal gegeben haben, hat sich ausgezahlt. Er hat genug Kraft getankt, um auf die Motivation durch unser Boot zu reagieren und loszuschwimmen“, erklärte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Dr. Till Backhaus, der selbst mit an Bord war. Allerdings habe der Wal zunächst die falsche Richtung eingeschlagen und sei in Richtung Hafen geschwommen. „Wir haben gesehen: Der Wal kämpft – aber er ist angeschlagen. Dennoch ist dies ein Erfolg gemeinsamer Anstrengungen, um dem Wal zu helfen. Jetzt muss er sich selber helfen“, so Backhaus weiter.

Auch Professor Burkard Baschek, wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Meeresmuseums, sprach von intensiven Tagen der Abstimmung: „Wir haben uns mit internationalen Experten ausgetauscht, die uns geraten haben, den Wal mit Lärm zu aktivieren. Dafür haben wir die richtige Situation abgewartet.“ Nun gehe es darum, das Tier vom Hafen fernzuhalten und seine weitere Route zu beobachten.

Unterstützt werden die Maßnahmen auch von Greenpeace. Dr. Sandra Schöttner erklärte, dass Einsatzkräfte gemeinsam mit der Wasserschutzpolizei bereits versuchen, den Wal auf die richtige Route zu lenken. „Sein Weg wird sehr weit sein. Aber es ist ein guter erster Schritt“, so Schöttner. Auch internationale Experten hätten den eingeschlagenen Weg bestätigt.

Trotz der positiven Entwicklung bleibt der Zustand des Wals unklar. Experten betonen, dass das Tier weiterhin aktiv ist und Lebenszeichen zeigt, jedoch als angeschlagen gilt. Die Lage wird weiterhin engmaschig beobachtet, während Einsatzkräfte und Meeresbiologen vor Ort bleiben, um den weiteren Verlauf zu begleiten und gegebenenfalls erneut einzugreifen.

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