Vor der Schleuse Hausen bei Forchheim ist am Donnerstagnachmittag (22.01.2026) ein Güterschiff auf dem Main-Donau-Kanal leckgeschlagen. Das Schiff war von Bamberg Richtung Nürnberg unterwegs, als es etwa drei Kilometer vor der Schleuse auf Grund lief - vermutlich durch einen Defekt an der Ruderanlage, was ein Gutachten klären soll.
Die Besatzung legte das Schiff anschließend sicher im Bereich der Schleuse an und stellte schnell einen Wassereinbruch im Maschinenraum fest: Aktuell strömen rund 300 Liter pro Minute ein. Feuerwehr, Technisches Hilfswerk (THW), Wasserrettung und DLRG sind mit etwa 100 Kräften im Groß-Einsatz; das BRK versorgt bei minus drei Grad mit Verpflegungszelten.
Die Feuerwehr pumpt aktuell das Wasser ab, um ein Sinken zu verhindern, während eine Ölsperre den Kanal vor auslaufenden Betriebsstoffen schützen soll. THW-Bergungstaucher untersuchen unter Wasser die Schäden, ein Spezialtaucher aus Würzburg ist unterwegs, um die Leckstelle zu schweißen. Ersten Schätzungen zufolge ließe sich die Schadenssumme im fünfstelligen Bereich einordnen.
Die Schifffahrtsstraße bleibt wohl vorraussichtlich bis in die Mittagsstunden des Freitags gesperrt, wie Elmar Mackert von der Wasserschutzpolizei Bamberg bestätigt. Das führt zu einem weiteren Problem: aufgrund der eisigen Temperaturen und des fehlenden Schiffverkehrs auf dem Main-Donau-Kanal würde die Wasserstraße zu gefrieren drohen. Darum wurden Industrietaucher einer Spezialfirma aus Würzburg angefordert, um das Leck schnellstmöglich zu schließen.
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