Nach einer Phase extremer Kälte und Schneefall bietet die Elbe bei Geesthacht derzeit ein seltenes Naturschauspiel. Durch geringe Strömungsgeschwindigkeiten und niedrige Wasserstände haben sich die Eisschollen am dortigen Wehr zu meterhohen Bergen aufgetürmt. Das beeindruckende Phänomen lockte zahlreiche Schaulustige an die Ufer, um die bis zu zehn Meter hohen Eismassen zu bestaunen. Verantwortlich für diesen massiven Eisstau ist unter anderem die geringe Abflussmenge der Elbe, die mit etwa 300 Kubikmetern pro Sekunde deutlich unter dem für den Eisabfluss notwendigen Wert liegt.
Um die Fahrrinne für die Schifffahrt freizuhalten und größere Blockaden zu verhindern, ist die Eisbrecherflotte des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes im Dauereinsatz. Bis zu zehn Spezialschiffe sind auf dem Fluss aktiv, so viele wie seit über einem Jahrzehnt nicht mehr. Die Arbeit gestaltet sich jedoch schwierig, da die Eisbrecher aufgrund des niedrigen Wasserstands teilweise nur bei Flut operieren können, um nicht auf Grund zu laufen. Meteorologen rechnen zwar mit kurzzeitigem Tauwetter, warnen jedoch bereits vor einer erneuten Kältewelle Ende Januar, die die Eislage wieder verschärfen könnte.
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