16.12.2025 - Würzburg - News Nr.: 39881
Sticker gegen Müllermilch-Produkte und Zeitschriften: Anti-AfD-Aufkleber im Supermarkt sorgen für Unmut
Immer wieder Produkte und Zeitschriften beklebt oder versteckt – Betroffene Ware wird unverkäuflich – Besitzer ärgert sich vor allem über Sachschaden

© NEWS5 / Pascal Höfig

In zwei Edeka-Märkten im Würzburger Stadtteil Frauenland sorgt eine Protestaktion derzeit für Diskussionen. Unbekannte bekleben regelmäßig Müllermilch-Produkte mit Anti-AfD-Stickern und beschädigen oder verstecken Zeitschriften aus dem rechten Spektrum.
Marktinhaber Christian Riedmayer kritisiert die Aktionen als gezielte Sachbeschädigung. Betroffene Waren würden unverkäuflich und müssten aus dem Sortiment genommen werden. Als Reaktion brachte er Aushänge am Eingang und an den Regalen an, in denen er die Protestierenden auffordert, die Zerstörung von Eigentum zu unterlassen.
Die Aktionen stehen offenbar im Zusammenhang mit einer Kampagne des Vereins Campact, der zu Sticker-Protesten gegen Müllermilch aufruft. Rechtlich gelten die Aufkleber zwar nicht als Straftat, Marktbetreiber können jedoch Hausverbote erteilen und Schadenersatz verlangen.
Während einige Kunden Verständnis für den Protest zeigen, lehnen andere die Aktionen ab. Für Riedmayer haben die Proteste keinen politischen Hintergrund. Die Kaufentscheidung liege bewusst bei der Kundschaft. Ihn ärgere vor allem der entstandene Schaden.

Am Dienstag (16.12.2025) wollte sich der Betreiber nicht weiter zu den Vorfällen äußern und verwies dabei auf die Verantwortung gegenüber seiner Familie und seinen Mitarbeitenden.


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