Mehrere deutsche Fanszenen haben für Sonntag (16.11.2025) zu einer
großen Fandemonstration in Leipzig aufgerufen. Unter dem Motto, die deutsche
Fankultur zu schützen, sollen sich Fußballfans um 11:30 Uhr in der Innenstadt
versammeln. Zu dem Protestzug haben sich knapp acht bis zehntausend Fans von circa 38 verschieden Clubs versammelt. Die Organisatoren bitten ausdrücklich darum, auf Gruppen- und
Szeneartikel zu verzichten und stattdessen in den Farben des eigenen Vereins zu
erscheinen. Ziel ist es, Geschlossenheit über Vereinsgrenzen hinweg zu zeigen. Zum bisherigen Ablauf der heutigen Veranstaltungen äußert sich Frank Gurke, der Polizeiführer des Einsatzes: "Grundsätzlich sind die Zeichen momentan hier in Leipzig auch in der Interaktion zwischen den Behörden und den Fans auf Friedlichkeit gestellt. Es geht ja darum, dass die Fankultur in den Stadien erhalten wird. Und die Fans wollen ja dokumentieren, dass Fußball friedlich ist und auch die Fankultur friedlich ist. Ich denke, es wäre kontraproduktiv, wenn es heute hier zu unfriedlichen Erscheinungsformen im Rahmen der Versammlung kommt."
In einem gemeinsamen Statement kritisieren die beteiligten Fanszenen Politik
und Verbände und werfen insbesondere dem DFB vor, sich „zum Erfüllungsgehilfen
von populistischen Innenministern“ zu machen. Die Demonstration soll ein
deutliches Signal setzen, dass Fans die aktuellen Entwicklungen nicht
stillschweigend hinnehmen wollen.
Der Protest soll sich nicht nur auf Sonntag beschränken: Auch für das
DFB-Länderspiel gegen die Slowakei am Montag in Leipzig sind weitere Aktionen
angekündigt, um den Druck aufrechtzuerhalten und die Haltung der Fanszenen
sichtbar zu machen.
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