Im Fall des getöteten achtjährigen Fabian aus Güstrow haben die Ermittler am Donnerstag (06.11.2025) neue Maßnahmen bekanntgegeben. Seit den Morgenstunden durchsuchten Einsatzkräfte mehrere Objekte in Reimershagen (Landkreis Rostock). Hintergrund waren neue Ermittlungsansätze, die Staatsanwaltschaft Rostock und Polizei zu einer Ausweitung der Maßnahmen veranlasst hatten.
Bei einer Pressekonferenz am Nachmittag teilte Oberstaatsanwalt Harald Nowack, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Rostock, mit, dass insgesamt drei Objekte durchsucht wurden. „Wir haben heute im Verfahren Mordfall Fabian drei Durchsuchungsobjekte durchsucht. Ziel dieser Durchsuchungsmaßnahmen war es, Beweisgegenstände zur Tat sicherzustellen und bereits abgegebene Zeugenaussagen auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen“, erklärte Nowack.
Besonders brisant: Im Verlauf der heutigen Aktionen wurde ein Haftbefehl gegen eine weibliche Person vollstreckt. Laut Nowack steht sie unter dringendem Tatverdacht, den Jungen getötet zu haben. „Die Verdachtsgründe gegen diese Person haben sich aufgrund der bisherigen Ermittlungsergebnisse ergeben“, so der Oberstaatsanwalt weiter. Nähere Angaben zur Identität der Frau wollte er nicht machen - aus rechtlichen Gründen und zum Schutz der noch laufenden Ermittlungen.
Darüber hinaus ging der Sprecher auf die Resonanz nach der Ausstrahlung des Falls in der TV-Sendung Aktenzeichen XY... ungelöst ein. „Wir haben insgesamt Stand heute 33 Hinweise bekommen. Den Hinweisen gehen wir nun nach und prüfen sie“, sagte er. Ein Zusammenhang zwischen der Fernsehsendung und der heutigen Festnahme bestehe jedoch nicht. Die Ermittler setzen die Auswertung der heutigen Maßnahmen fort. Weitere Informationen sollen erst veröffentlicht werden, sobald die laufenden Ermittlungen es zulassen.
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