Eine wilde Partynacht im Mai im Club „Frieda B.“ auf St. Pauli hat für Janina aus Hamburg ein unerwartetes Nachspiel: Sie ist schwanger – doch der Vater des Kindes ist bislang unauffindbar.
Nach ihren Angaben soll der Mann aus Dortmund stammen. Sein Name sei zwar bekannt, doch er ließ sich bisher nicht ausfindig machen. Für Janina bedeutet das ein ernstes Problem: Gegenüber den Behörden reicht die Angabe „Vater unbekannt“ nicht aus. Sie muss belegen, dass sie alle erdenklichen Schritte unternommen hat, um den Vater zu finden.
Darum wandte sich die junge Frau per Mail direkt an den Club „Frieda B.“ und bat um Einsicht in mögliche Überwachungsbilder jener Nacht. Die Chefin Maren Dickers mussten ablehnen – Aufnahmen werden nicht lange gespeichert, zudem dürften sie aus Datenschutzgründen ohnehin nicht herausgegeben werden.
Maren Dickers ließ das aber nicht auf sich beruhen und postete die E-Mail in den sozialen Medien, um vielleicht so den Vater des noch ungeborenen Kindes zu finden. Mit der Überschrift: "Wer hat am 16.05. die junge Dame „kurz kennengelernt“, ‚knickiknacki‘ gemacht und ist bereit, Verantwortung zu übernehmen?" Sorgte die Suchaktion für Aufsehen im Netz. In den Kommentaren gab es witzige reaktionen: "Wenn es ein Mädchen wird, soll es Frieda heißen“ und auch emotionale Reaktionen: "Meld dich, das hat diese Frau nicht verdient!"
Wieso Maren Dickers hilft, erzählt Sie im Gespräch mit NEWS5: "Das ist genau die Geschichte meines Lebens ist. Weil 1970 ist meiner Mutter tatsächlich genau das Gleiche passiert und ich stehe hier. (...) Das kann jedem passieren. One Night Stands gibt es überall und es gibt viele Kinder, die ohne Eltern aufwachsen oder ohne zu wissen, wo sie herkommen. Und ich weiß, wie das ist."
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