25.06.2025 - München - News Nr.: 37322
Polizeigewalt im Fokus: Bayern präsentiert Lagebild - Über 18.000 Vorfälle in 2024
Neue Schutzmaßnahmen und Unterstützung für betroffene Polizeikräfte vorgestellt - Rückgang von 4,9 Prozent

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Am Mittwoch (25.06.2025) präsentierten Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und Justizminister Georg Eisenreich im Sitzungssaal des Innenministeriums in München das aktuelle Lagebild zur Gewalt gegen Polizeibeamte im Jahr 2024. Die Minister erläuterten nicht nur die neuesten Zahlen und Entwicklungen, sondern stellten auch konkrete Maßnahmen vor, um Polizistinnen und Polizisten besser zu schützen. Zudem informierten sie über die Unterstützungs- und Betreuungsangebote für betroffene Einsatzkräfte.

Polizistinnen und Polizisten sind für die Sicherheit im Land unerlässlich: Sie schützen Demonstrationen, regeln den Verkehr und helfen in Notfällen. Sie werden immer häufiger Opfer von verbalen Attacken, Bedrohungen und sogar körperlichen Angriffen. So wurden im Jahr 2023 in Bayern insgesamt 3.050 Polizeikräfte bei Einsätzen verletzt - so viele wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2010. Auch 2024 kam es wieder zu zahlreichen Übergriffen auf Polizeibeamtinnen und -beamte.

Herrmann erklärte: "Diese Übergriffe zeigen eine alarmierende Respektlosigkeit gegenüber unserem Rechtsstaat und sind in keiner Weise akzeptabel. Im Jahr 2024 wurden knapp 18.600 Beamtinnen und Beamte der bayerischen Polizei Opfer von körperlicher und psychischer Gewalt." Die entspräche einem Rückgang von 4,9 Prozent

Thomas Lintl, Vorsitzender der bayrischen Polizeistiftung äußerte: "Im zurückliegenden Kalenderjahr haben wir über 150 Meldungen über nicht unerhebliche verletzte Polizistinnen und Polizisten bei der Bayerischen Polizei Stiftung bearbeitet." Weiterhin schilderte er: "Die Bayerische Polizei Stiftung, die im Jahre 1977 in Nürnberg gegründet wurde, hat seit Bestehen in über 1900 Fällen mit einem Gesamtvolumen von über 3,8 Millionen Euro Zuwendungen an verletzte Kolleginnen und Kollegen übergeben."

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