13.03.2020 - Würzburg - News Nr.: 17386
Coronavirus: Mehrere BRK-Rettungskräfte in Quarantäne
Fünf Mitarbeiter des Rettungsdienstes in häuslicher Quarantäne - Einsatzfähigkeit ist garantiert - Bayerisches Rotes Kreuz auf Krise vorbereitet- Kreisverband Würzburg trifft Vorkehrungen für Corona-Pandemie

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Weil sie mit Patienten in Kontakt waren, bei denen nachträglich eine Infektion mit dem Covid-19-Virus bekannt wurde, musste nun auch das Bayerische Rote Kreuz in Würzburg mehrere Mitarbeiter vorsorglich in Quarantäne schicken. Insgesamt fünf Einsatzkräfte des BRK-Rettungsdienstes befinden sich derzeit abgeschirmt zu Hause. Das teilte die Hilfsorganisation am Freitagvormittag (13.03.2020) auf einer Pressekonferenz in Würzburg mit und informierte dabei über Vorkehrungen und mögliche Probleme, die auf die Einsatzkräfte zukommen könnten. Wie Jens-Uwe Greiner, Sachgebietsleiter Einsatzdienste, versichert, sind die Quarantänefälle aktuell aber kein Problem für den Dienstbetrieb: „Derzeit lassen sich die Ausfälle problemlos im hauptamtlichen Bereich ausgleichen.“ Zusätzlich könne im Notfall auf qualifiziertes ehrenamtliches Personal zurückgegriffen werden. Am aktuellen Beispiel sieht man, wie schnell sich selbst Rettungskräfte anstecken können, wenn man diese nicht informiert. „Bitte weisen Sie bereits beim Anruf darauf hin, wenn Sie oder die Person, die Hilfe braucht in einem Risikogebiet aufgehalten hat oder grippeähnliche Symptome aufweist. Nur dann können sich unsere Rettungsteams entsprechend schützen“, appelliert Greiner an alle, die den Notruf wählen oder einen Patiententransport bestellen. 

Den fünf in Quarantäne befindlichen Mitarbeitern geht es aktuell gut. Sie haben keine Krankheitssymptome. Am meisten leiden sie unter der Langeweile. „Die körperliche Bewegung an der frischen Luft fehlt mir am meisten“, berichtete Notfallsanitäter Florian Hauck, der kurz per Videokonferenz zugeschaltet wurde und über die Situation berichtete. Insgesamt scheint der BRK-Kreisverband Würzburg in Bezug auf die Corona-Pandemie gut aufgestellt zu sein. Ein Krisenstab wurde eingerichtet, um materielle und personelle Ressourcen zu bündeln. Auch gäbe es aktuell keine Lieferengpässe bei Desinfektionsmitteln oder Schutzkleidung.


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