16.09.2019 - Haag - News Nr.: 16405
Wohnmobil komplett zerlegt
Lastwagen rammt Wohnmobil auf Seite - Alle sieben Insassen des Wohnmobils verletzt – Fahrzeug war nicht für so viele Personen ausgelegt – Wohnmobil bremste ab – Nachfolgender Trucker regierte zu spät – Wohnmobil überschlug sich, schleudert in Mittelleitplanke und kippt auf Beifahrerseite

© NEWS5 / Merzbach

Ein plötzliches und schlimmes Ende ihrer Reise musste eine siebenköpfige Gruppe in ihrem Wohnmobil am Montagmorgen (16.09.2019) erleben. Sie waren auf der A9 auf Höhe Sophienberg (Lkr. Bayreuth) in Fahrtrichtung Süden unterwegs, als der Fahrer auf 60 bis 70 km/h abbremste musste. Ein nachfolgender Trucker reagierte zu spät und sein schweres Gefährt rammte das Wohnmobil.

Dieses schleuderte aufgrund der Wucht des Aufpralls von der rechten Spur, überschlug sich und krachte in die Mittelleitplanke, kippte auf die Beifahrerseite und blieb anschließend liegen. Alle sieben Insassen erlitten nach Polizeiangaben von der Unfallstelle Verletzungen. Sie kamen nach einer Erstversorgung durch den Rettungsdienst zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus, auch ein Rettungshubschrauber kam hierbei zum Einsatz. Der Fahrer des Lastwagens kam ebenfalls verletzt ins Krankenhaus.

Die Beamten vor Ort merkten an, dass das Wohnmobil nicht für die Beförderung der Personenanzahl zugelassen war. Frank Scharfenberger, Stellvertretender Dienstgruppenleiter der Verkehrspolizei Bayreuth erklärt warum: "Nach ersten Einschätzungen ja, weil das Wohnmobil eben nicht sieben Sitze hat, die so ausgestattet sind, wie sie ausgestattet sein müssten, analog eines Busses". Insgesamt ging der Unfall anhand des enormen Schadensbild allerdings glimpflich aus.

Das Schadensbild machte auch dem Abschleppdienst zu schaffen, denn beim Aufladen auf das Bergefahrzeug, teilte sich das Wohnmobil. Aufgrund dessen war ein weiterer Abschlepper mit einer Schuttmulde nötig, um die Fahrbahn von den Trümmerteilen zu befreien. Ob dieser, ebenso wie Martin Popp, Betriebsleiter des Abschleppunternehmens, Probleme mit der Rettungsgasse hatte ist nicht bekannt. Für Popp hingegen war die Anfahrt schwierig: "Gerade weil die Lkw-Fahrer in der zweiten Spur waren". Trotzdem versucht der erfahrene Mann es mit Humor zu sehen und sich nicht aufzuregen: "Ich versuche mich mittlerweile nicht mehr aufzuregen, weil ich sage mir, ich komm irgendwann durch und solange ich nicht dort bin, geht es eh nicht weiter". Jedoch forderte er härtere Strafen. "Ich glaube, das hat überhaupt keinen Sinn, wenn man es dem Verkehrsteilnehmer sagt, das bringt nichts, da müssen höhere Strafen her. Meiner Meinung nach, wer die Rettungsgasse blockiert, da gehört eine empfindliche Strafe, die ins Geld geht, weil anders lernen die das nicht".


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