24.04.2019 - Kammerstein - News Nr.: 15368
Nach tödlichem Verkehrsunfall: Gaffer werden von Polizei konsequent bestraft
Audi A4 kommt von der Straße ab und kracht in ein Waldstück - Fahrer verstirbt noch an der Unfallstelle - Fahrzeug zwischen Bäumen eingeklemmt - Unfall in der Gegenrichtung wahrscheinlich durch Gaffer - Polizei bestraft weitere Gaffer, die mit dem Handy filmen - Bestatter muss mit Polizeieskorte an die Unfallstelle begleitet werden - Autobahn zeitweise in beide Fahrtrichtungen gesperrt

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Ein schrecklicher Unfall ereignete sich am Mittwochnachmittag (24.04.2019) auf der A6 zwischen den Anschlussstellen Neuendettelsau und Schwabach-West (Lkr. Roth). Ein Audi A4 war in Richtung Nürnberg unterwegs, als er aus ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abkam und in ein Waldstück rauschte. Dort walzte das Fahrzeug mehrere Bäume nieder und verkeilte sich zwischen einigen Bäumen. Für den Fahrer des Audis kam jede Hilfe zu spät, er verstarb noch an der Unfallstelle. Das Auto wurde bei dem Unfall stark deformiert und zerstört.

Kurze Zeit später krachte es dann auch noch in der Gegenrichtung. Genau auf Höhe des Unfalls fuhr ein Audi A6 auf einen Golf auf. Beide Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt. Zum Glück wurde bei diesem weiteren Unfall, der vermutlich wegen Unachtsamkeit entstand, nur eine Person leicht verletzt. Ob die Personen durch den schweren Unfall auf der Gegenfahrbahn abgelenkt waren, wird nun die Polizei ermitteln.

Doch auch während der Bergungsmaßnahmen, bei denen die Feuerwehr mehrere Bäume fällen musste, um das Auto aus dem Waldstück zu bergen, griffen einige Vorbeifahrende zum Handy. Die Polizei schritt ein und kassierte die Gaffer noch an Ort und Stelle ab. Besonders dreist war zudem ein Mercedes-Fahrer. Er wurde nach dem Gaffen kontrolliert und war ohne Fahrerlaubnis unterwegs, wie die Beamten feststellten. "Der Reiz, sich am Leid Anderer zu ergötzen ist wohl immer noch gegeben und wir werden als Polizei das nicht dulden", erklärt Michael Petzold vom Polizeipräsidium Mittelfranken. Insgesamt vier Gaffer wurden rausgezogen und bestraft. 100 Euro und ein Punkt in Flensburg wird auf sie zukommen.

Schwierig gestaltete sich zudem die Anfahrt des Bestatters. Dieser musste mittels Polizeieskorte durch den Stau begleitet werden. Durch die Sperrung in beide Richtungen war der Verkehr zum erliegen gekommen und so musste eine Streife der Polizei Feucht den Bestatter zur Unfallstelle eskortieren.


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