10.01.2019 - Bad Abbach - News Nr.: 14692
Nächtliche Schutzengel: Rauchmelder retten Leben von Familie
Pelletheizung im Keller gerät in Brand und greift auf weiteren Raum über – Starke Verrauchung zieht durch das ganze Haus – Familie rettet sich ins Freie – Einsatzkräfte haben mit den winterlichen Witterungsverhältnissen zu kämpfen – Bauhof angefordert, um Einsatzstelle und umgebende Straßen abzustreuen – Gebäude bleibt unbewohnbar – Heizkessel aufgrund Brand geplatzt, daher zusätzlich ausgedehnter Wasserschaden im Keller

© NEWS5 / Auer

Seit über einem Jahr sind Rauchmelder nun auch in Bayern Pflicht. Sie haben nicht nur den Ruf Leben zu retten, sondern fungieren immer wieder als Schutzengel. So auch in der Nacht zu Donnerstag (10.01.2019) im niederbayerischen Bad Abbach (Lkr. Kelheim). Die Pelletheizung eines Einfamilienhauses geriet durch einen technischen Defekt in Brand. Dank der angeschlagenen Rauchmelder konnte die Familie jedoch das Gebäude rechtzeitig verlassen und blieb unverletzt. Aufgrund der Witterungsverhältnisse hat die Feuerwehr beim Löschen nicht nur mit den Flammen zu kämpfen, sondern auch mit Glatteis.

Alarm für die Feuerwehr Bad Abbach in der Nacht zu Donnerstag. In einem Einfamilienhaus in der Erich-Ollenhauer-Straße soll es im Keller brennen. Allerdings gestaltet sich bereits die Anfahrt für die Kameraden schwierig. Es herrscht starker Schneefall, welcher zu gefährlichen Situationen, nicht nur bei Einsatzfahrten, führen kann. Noch bevor die Feuerwehr am Ort des Geschehens ankommt, sind bereits Rauchschwaden in der Nacht zu sehen.

Sofort nach der Ankunft geht nicht nur ein Angriffstrupp unter Atemschutz ins Gebäude, sondern die Kameraden bauen auch eine Wasserversorgung aus den umliegenden Hydranten auf. Das Problem hierbei – Wasser tritt aus und gefriert sofort. „Wir haben dann den örtlichen Bauhof verständigt, damit der die Einsatzstelle abstreut und auch die Zufahrten zum Einsatzort“, erklärt Kommandant Prasch. Die Kollegen sind auch schnell zur Stelle und sorgen dafür, dass der Bereich nicht mehr spiegelglatt ist.

Glücklicherweise kann sich die Feuerwehr auf Löschmaßnahmen beschränken, denn die Bewohner haben bis zum Eintreffen der Kräfte das Haus schon verlassen. Ihr Schutzengel war vorschriftsmäßig installiert – die Rauchmelder. Das Piepsen informierte die Familie rechtzeitig, so dass keiner Verletzungen davontrug. Ihr Haus ist jedoch aktuell unbewohnbar. Für die Nacht fanden sie Unterschlupf in der Nachbarschaft.

Nach aktuellen Erkenntnissen brach das Feuer in der Heizung wohl durch einen technischen Defekt aus und griff dann auf einen Nebenraum über. Zusätzlich platzte der Heizungskessel, was zu einem enormen Wasserschaden führte. Im Winter sind die Geräte durchgehend gefordert, weil sie auf Hochtouren laufen. Deswegen gibt die Feuerwehr noch folgenden Rat: „Ansonsten wäre die Wartung, dass man die regelmäßig machen lässt von einem Heizungsbauer, die wäre halt sehr wichtig“.



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