09.10.2018 - Bamberg - News Nr.: 14244
Anschlag auf Asylzentrum geplant: Vier Rechtsextremen wird der Prozess gemacht
Angeklagte sollen mit Straftaten gegen eine Asylbewerberunterkunft gedroht und Sprengstoffanschlag geplant haben - Drei Männer und eine Frau müssen sich wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung vor dem Bamberg Landgericht verantworten

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Prozessauftakt in Bamberg am Mittwochmorgen (10.10.2018): Wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung und der Mitgliedschaft in der verbotenen rechtsextremen Vereinigung "Weiße Wölfe Terrorcrew" müssen sich vier Angeklagte zwischen 24 und 39 Jahren jetzt vor dem Bamberger Landgericht verantworten. Das Ziel der Gruppe sei gewesen, politisch Linke und Ausländer zu bekämpfen.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, dass sie zwischen Dezember 2014 und August 2015 unter anderem Körperverletzungs- und Sprengstoffdelikte begangen haben. Zwei der Beschuldigten sollen zudem 2015 mit Angriffen auf eine Asylunterkunft in Bamberg gedroht haben. Die Razzia gegen die fränkische Neonazi-Szene, der auch die Angeklagten angehören sollen, sorgte im Oktober 2015 für bundesweite Schlagzeilen. Damals waren Waffen und Sprengstoff in den Wohnungen gefunden worden.

Auch ein Angriff auf ein Anti-Rassismus-Festival im Juni 2015 soll auf das Konto der Angeklagten gehen. Die Täter hatten damals versucht in die Räumlichkeiten des Jugendzentrums "Balthasar" einzudringen und die Besucher zu attackieren. Verletzt wurde hier glücklicherweise niemand, die Polizei konnte damals teilweise die Angreifer festnehmen.


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