09.08.2018 - Bamberg - News Nr.: 13905
Flammen schlagen bis zu 20 Meter hoch aus Industriegebäude
Feuer bricht in einer Malzfabrik aus - Verwinkeltes Gebäude ist nur schwer zugänglich - Rund 100 Einsatzkräfte kämpfen stundenlang gegen die Flammen - "Es gibt kein durchgängiges Treppenhaus, die Wege sind lang, das zerrt an unseren Kräften", sagt ein Feuerwehrmann - Gebäude ist zu hoch, um von einer Drehleiter aus zu löschen

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Einen wahren Einsatzmarathon hatten die Feuerwehrleute in den frühen Morgenstunden des Donnerstags (09.08.2018) in Bamberg zu absolvieren. 

Zunächst löste die Brandmeldeanlage in einem siebengeschossigen Gebäude einer Malzfabrik in der Brennerstraße aus. In der Folge suchten die Einsatzkräfte das alte, stark verwinkelte Gebäude nach dem Auslöser ab und konnten in einer sogenannten Darre, in der Malz hergestellt wird, im sechsten Stock des Gebäudes eine Brand- und Wärmeentwicklung feststellen. 

Die Flammen breiteten sich in der Folge durch die Belüftung der Darre in Windeseile aus. So schlugen aus dem Wärmetauscher auf dem Dach des siebengeschossigen Gebäudes kurze Zeit später bis zu 20 Meter hohe Stichflammen. Um den Brand unter Kontrolle zu bringen, kämpften darauf rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr gegen die Flammen. 

Doch die Löscharbeiten der Feuerwehrleute gestalteten sich äußerst schwierig. "Unsere Drehleitern sind 30 Meter lang, das Gebäude ist aber auch rund 30, 32 Meter hoch, also können wir nicht direkt von den Drehleitern aus löschen", erklärt der Stadtbrandmeister Matthias Moyano. Daher starteten mehre Trupps unter Atemschutz einen Innenangriff. "Das Gebäude ist sehr verwinkelt, es gibt kein durchgängiges Treppenhaus, die Wege sind weit, das zerrt an unseren Kräften", klagt Moyano. 

Trotzdem konnten die Feuerwehrleute den Brand durch ihr beherztes Eingreifen nach einiger Zeit unter Kontrolle bringen. Die Nachlöscharbeiten zogen sich aber noch mehrere Stunden lang hin. Glücklicherweise gab es keine Verletzten zu beklagen. Die Höhe des Sachschadens ist noch unklar. Die Kriminalpolizei hat zur bisher ungeklärten Brandursache ihre Ermittlungen aufgenommen. 


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