In Henstedt-Ulzburg ist es am Donnerstagabend (01.10.2026) zu einem schweren Brand auf einem landwirtschaftlichen Gehöft gekommen. Gegen 22:25 Uhr wurde die Feuerwehr zunächst zu einem Scheunenbrand im Ortsteil Ulzburg Süd alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte standen sowohl die Scheune als auch ein unmittelbar angrenzendes Reetdachhaus bereits in Vollbrand.
„Bei Eintreffen der Einsatzkräfte hat sich die Lage bestätigt. Die Scheune des landwirtschaftlichen Gehöfts war im Vollbrand, auch das angrenzende Reetdachhaus stand bereits in Vollbrand“, sagte Feuerwehrsprecher Alexander Beneke. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich noch zwei Menschen im Gebäude. „Diese wurden durch die Freiwillige Feuerwehr sofort gerettet“, so Beneke. Beide Personen wurden dem Rettungsdienst übergeben und anschließend in Krankenhäuser gebracht. Zu ihrem Gesundheitszustand konnte die Feuerwehr zunächst keine näheren Angaben machen.
Aufgrund der enormen Brandausbreitung war das Gebäude nicht mehr zu retten. „Stand jetzt ist es so, dass dieses Gebäude komplett niedergebrannt ist“, erklärte Beneke. Die Feuerwehr konzentrierte sich deshalb auch darauf, benachbarte Gebäude vor den Flammen zu schützen. Dafür wurde eine Riegelstellung aufgebaut.
Der Löschangriff erfolgte massiv von mehreren Seiten. Neun handgeführte Strahlrohre sowie zwei weitere Rohre über Hubrettungsfahrzeuge kamen zum Einsatz. „Es wurde alles Mögliche getan, um das Feuer zu löschen beziehungsweise einzugrenzen“, erklärte der Feuerwehrsprecher. Besonders das Reetdach erschwerte die Arbeiten, da sich Glutnester tief in den dicken Dachschichten halten können.
In der Spitze waren rund 100 bis 110 Einsatzkräfte von drei Freiwilligen Feuerwehren vor Ort. Auch das Technische Hilfswerk wurde mit einem Fachberater hinzugezogen. Im weiteren Verlauf sollte das ausgebrannte Gebäude mit einem Radlader Stück für Stück eingerissen werden, damit die Feuerwehr an versteckte Glutnester gelangen konnte.
Bei dem betroffenen Gebäude handelte es sich auch um ein Stallgebäude. Nach Angaben der Feuerwehr befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes Tiere darin. Bereits beim Eintreffen der Einsatzkräfte waren offenbar Tiere verendet. Insgesamt war die Rede von rund 30 toten Kälbern.
Die Löscharbeiten dauerten in der Nacht weiter an. Zur Ursache des Feuers lagen zunächst keine Informationen vor.
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