Die Bundeswehr will im Laufe des Jahres 2027 ihr erstes Drohnenregiment aufbauen. Das kündigte Verteidigungsminister Boris Pistorius am Donnerstag (01.10.2026) bei seinem Besuch auf dem Truppenübungsplatz Bergen an. Gemeinsam mit dem Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Dr. Christian Freuding, informierte er sich über die „Experimentalserie Land“, bei der mehr als 40 Rüstungsgüter in taktischen Szenarien erprobt werden.
Das neue Regiment soll Fähigkeiten zur Aufklärung, militärischen Wirkung und Abwehr gegnerischer Drohnen bündeln. Vorgesehen sind unbemannte Systeme in der Luft und am Boden mit Reichweiten von bis zu 500 Kilometern sowie eine Kompanie für den elektromagnetischen Kampf. Der Verband soll zur 10. Panzerdivision gehören.
Bei den Tests arbeiten Soldaten, Forscher und Entwickler unmittelbar zusammen. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob neue Systeme die Kampfkraft steigern und sich in bestehende militärische Netzwerke integrieren lassen. Pistorius bezeichnete diesen Ansatz als „Labor im Gelände“.
Erfahrungen aus dem Ukrainekrieg sollen dabei helfen, Entwicklungen zu beschleunigen. Auch im künftigen Drohnenregiment soll die Truppe neue Technik direkt erproben. Die Erkenntnisse sollen unmittelbar in die Weiterentwicklung, Einsatzverfahren und Ausbildung einfließen.
Unsere Informationsquellen: