Am Mittwoch (30.09.2026) stellte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit Andrea Nahles die Arbeitslosenzahlen vor. Die übliche Herbstbelebung auf dem deutschen Arbeitsmarkt ist im September nur mit geringem Schwung angelaufen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit sank die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat zwar um 67.000 auf 2.994.000 Personen, doch fiel dieser Rückgang schwächer aus als in früheren Jahren. Saisonbereinigt ergab sich dadurch sogar ein rechnerischer Anstieg der Arbeitslosigkeit um 12.000 Menschen. Die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur, Andrea Nahles, sprach von einem schleppenden Auftakt und betonte, dass eine konjunkturelle Erholung erst mit spürbarer Verzögerung auf dem Arbeitsmarkt ankomme. Bei der Nachfrage nach neuem Personal verharren die Unternehmen weiterhin in Zurückhaltung, weshalb sich die Zahl der gemeldeten offenen Stellen bei 660.000 auf niedrigem Niveau stabilisierte. Gleichzeitig setzte sich der leichte Abwärtstrend bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung fort, die mit rund 34,68 Millionen Stellen das Vorjahresniveau um 84.000 unterschritt. Die weiter gefasste Unterbeschäftigung lag im September bei rund 3,62 Millionen Menschen und damit über dem Wert des entsprechenden Vorjahresmonats. Eine spürbare Entlastung verzeichnete die Behörde lediglich bei der konjunkturellen Kurzarbeit, deren Inanspruchnahme im Vorjahresvergleich deutlich zurückging. Mit Blick auf den bevorstehenden Tag der Deutschen Einheit hob Nahles hervor, dass sich die Arbeitsmärkte in Ost und West stark angenähert hätten und die höchste Arbeitslosigkeit seit Jahren nicht mehr im Osten, sondern in Nordrhein-Westfalen liege. Für die kommenden Monate und das anstehende vierte Quartal zeichnet sich nach Einschätzung der Bundesagentur und ihres Forschungsinstituts IAB vorerst noch keine nachhaltige Trendwende ab.
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